Earth Hour 2015: Licht aus – auch in Dresden

Am Samstag findet zum neunten Mal die Aktion „Earth Hour“ statt. Tausende Städte rund um die Welt schalten 20.30 Uhr für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten aus,  um auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes hinzuweisen. +++

Am Sonnabend, 28. März 2015, findet zum neunten Mal die Aktion „Earth Hour“ statt. Dann werden tausende Städte rund um die Welt ab 20.30 Uhr für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausschalten, um auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes hinzuweisen. Und was macht Dresden?

„Dresden schaltet nicht nur an diesem Tag für eine Stunde das Licht aus, sondern spart bei der Straßenbeleuchtung das ganze Jahr über Stromkosten. Durch technische Neuerungen und partielles Abschalten während der Nachtstunden werden jährlich etwa 860 000 Euro beziehungsweise 4,3 Gigawattstunden Strom eingespart. Das entspricht einer CO2-Senkung von etwa 1800 Tonnen pro Jahr“, so der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert.

Die städtische Klimaschutzstrategie „Energie fürs Klima. Dresden schaltet.“ sieht vor, weitere Einsparpotenziale an Wärme und Strom in kommunalen Liegenschaften und der Infrastruktur zu erschließen.  „Klimaschutz fängt beim Energiesparen und der effizienten Nutzung von Energie an. Einfache Maßnahmen kosten nichts – im Gegenteil, die Stromrechnung fällt geringer aus. Wir hoffen, dass die Earth Hour auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes aufmerksam macht und jeder sich mit seinen Möglichkeiten dafür einsetzt“, betont Dr. Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Umweltamtes.

Indem Energie in Form von Wärme, Strom und Kraftstoffen effizienter eingesetzt wird, soll der gegenwärtige Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 reduziert werden. Dazu hat sich die Landeshauptstadt Dresden bereits 1994 verpflichtet, als sie dem Klima-Bündnis beitrat, einem Netzwerk von etwa 1700 Städten und Gemeinden in 24 europäischen Ländern.

Welche lokalen Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen und wie die Energieversorgungssicherheit vor Ort gestärkt werden kann, diskutieren internationale Experten und Vertreter der Europäischen Union vom 22. bis 24. April  in Dresden. Als Gastgeberin der Internationalen Jahrestagung des Klima-Bündnis stellt die Stadt im Rahmen und am Rande der Veranstaltung ihre Klimaschutzstrategie sowie einzelne Projekte vor. Das sind beispielsweise der Klärpark Kaditz, wo zunehmend erneuerbare Energien für die Abwasserbehandlung genutzt werden, ein großtechnischer Batteriespeicher im DREWAG-Heizkraftwerk Reick sowie städtische Elektro-Dienstfahrzeuge.

Quelle: Landeshaupstadt Dresden