EC-Karten-Betrüger in Leipzig am Werk

Am 14.August konnte ein EC-Karten-Betrüger, der am Willy-Brandt-Platz am Werk war, festgenommen werden. Der Mann verwendete die gestohlene Karte in mehreren Geschäften und verursachte einen Schaden in Höhe von über 1.500 Euro.+++

Ein 36-Jähriger machte sich am 14.August am Willy-Brandt-Platz auf die Spur eines Betrügers, nachdem er anhand von Kontoauszügen feststellte, dass ein Unbekannter seine EC-Karten in verschiedenen Handelseinrichtungen benutzte. Dem Mann wurden die beiden EC-Karten neben zwei weiteren Kreditkarten und etlichen anderen Dingen einige Tage zuvor bei einem Umzug aus seinem Auto in der Röschenstraße entwendet. Ein Unbekannter warf an dem Tag mit einem Pflasterstein die Scheibe der Beifahrerseite ein und zog eine Tasche, die auf dem Beifahrersitz abgestellt war, heraus. Anschließend flüchtete der Langfinger mit seinem Fahrrad.

Mit den erbeuteten EC-Karten kaufte nun ein Unbekannter in Geschäften des Hauptbahnhofes, in Drogerien und Kaufhäusern der Innenstadt im großen Stil ein. Daraufhin machte sich der 36-Jährige auf den Weg und informierte die Verkaufseinrichtungen über den Unhold, der unberechtigt mit seiner EC-Karte zahlte. Wie es der Zufall wollte, informierte er auch die Leitung eines Kaufhauses, in dem sich gerade der Betrüger aufhielt. Mit Handtüchern und Tischdecken im Wert von knapp 60 Euro wurde der Betrüger an einer Kasse durch den Ladendetektiv gestellt und aufgefordert, in das Büro zu folgen.

Als er gefragt wurde, wer er sei, gab er sich als den 36-Jährigen aus. Doch hatte er da nicht die Rechnung mit den Detektiven und der Polizei gemacht. Seiner Geschichte keinen Glauben schenkend, ermittelten die Gesetzeshüter die tatsächliche Identität. Bei einer Nachschau in seinen Sachen kamen eine weitere EC-Karte und Kreditkarten zum Vorschein, die dem 36-Jährigen sehr bekannt sein durften. Jetzt wird gegen den 26 Jahre alten Betrüger wegen Betruges ermittelt, denn er hat mehr als 15 Mal die EC-Karte des 36-Jährigen verwendet und in einem Gesamtwert von mehr als 1.500 Euro eingekauft.