Effizient und umweltfreundlich Wäsche waschen

Der neue Designerpulli, die verwaschene Jeans oder der Rock, der zu so vielen Oberteilen passt - jeder Mensch hat seine Lieblingskleidungsstücke. Umso ärgerlicher, wenn Flecken diese verunzieren. Vor allem Getränke wie Tee und Kaffee landen schnell mal auf der Kleidung. Eine unbedachte Bewegung und schon schwappt die volle Tasse über.

Clever waschen statt ausrangieren

Die Zeiten, in denen man solche Kleidungsstücke einfach gedankenlos entsorgte, sind glücklicherweise vorbei. Dass das nicht nur finanzielle Gründe hast, zeigt eine internationale Studie, die vom Meinungsforschungsinstitut Kantar durchgeführt wurde. Immerhin 70 Prozent der Befragten aus Deutschland gaben an, dass sie sich der Auswirkungen des Wäschewaschens auf die Umwelt bewusst sind. Nicht zuletzt die Fridays for Future-Bewegung hat vielen die Dringlichkeit für effektiven Umweltschutz verdeutlicht. Mit einem cleveren Wäschemanagement spart man nicht nur Wasser und Strom, sondern reduziert auch die Umweltbelastung durch in Waschmitteln enthaltene Tenside. Laut Umweltbundesamt fallen hierzulande jährlich 630.000 Tonnen Waschmittel an. Das entspricht pro Kopf knapp acht Kilogramm. Deshalb gilt gerade beim Wäschewaschen: Weniger ist mehr.

So wäscht man richtig

Prinzipiell sollte man mit möglichst geringer Temperatur waschen. Moderne Waschmittel sind nämlich mit hocheffektiven Flecklösern ausgestattet, sodass für leicht verschmutzte Wäsche bereits 30 Grad reichen. Werden 60 Grad empfohlen, genügen oft auch 40 Grad. Auf Vorwäsche-Programme kann man heute in fast allen Fällen verzichten. Eine Ausnahme ist stark verschmutzte Arbeitskleidung mit Flecken, die generell schwer zu entfernen sind. Wie gut, dass es eine Menge guter Tipps gibt, um auch hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen. Allerdings ist es sinnvoll, einmal im Monat bei 60 Grad eine Wäscheladung mit Vollwaschmittel durchlaufen zu lassen. Das ist wichtig, damit sich in der Maschine keine Keime bilden können. Zur Maschinenhygiene gehört außerdem, dass man nach dem Waschen die Trommel mit einem trockenen Tuch auswischt. Darüber hinaus sollte man die Tür für ein paar Stunden offenlassen.

Auch die Herstellerangaben auf dem Waschmittelkarton helfen beim Sparen: Dort ist die Dosierung für leicht, normal und stark verschmutzte Wäsche angegeben. Normale Buntwäsche sollte man erst dann waschen, wenn man die Maschine damit fast voll beladen kann. Eine Handbreit Luft in der Trommel sorgt dafür, dass sich die Wäsche ausreichend bewegen kann. Anders verhält es sich bei pflegeleichter Wäsche. Hier darf die Trommel nur zu etwa drei Vierteln beladen werden. Noch weniger darf es sein, wenn Feinwäsche (ein Viertel der Trommel) oder Wolle (ein Fünftel) gewaschen wird. Es klingt zwar kurios, aber die Tatsache, dass moderne Waschprogramme vergleichsweise lange brauchen, dient ebenfalls der Energieersparnis. Im Vergleich zu alten Maschinen benötigt beispielsweise eine Ladung 40-Grad-Wäsche in einer Maschine mit Energieeffizienzklasse A++ gut eine halbe Stunde länger. Moderne Waschprogramme sind allerdings so gestaltet, dass sie bei längerer Laufzeit weniger Energie verbrauchen. Prinzipiell verhält es sich hier wie beim Autofahren: Für eine Strecke von 100 Kilometern verbraucht man bei einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern deutlich mehr Sprit als bei Tempo 80.