EHEC: Niederländische Gurken möglicherweise auch kontaminiert

Wie bereits am Donnerstag bekannt gegeben wurde, ist wahrscheinlich der Verzehr spanischer Gurken eine Ursache für die schweren Fälle von Magen-Darm-Erkrankungen. +++

Die hierfür verantwortlichen EHEC-Keime wurden vom Hygieneinstitut Hamburg auf Gurken spanischer Herkunft nachgewiesen. Weitere Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass auch Gurken aus den Niederlanden mit EHEC-Keimen kontaminiert und Ursache entsprechender Erkrankungen sein können.

Bundesweit tragen die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden gegenwärtig dafür Sorge, dass die möglicherweise verunreinigten spanischen Gurken nicht mehr an Verbraucher abgeben werden. Hierbei arbeiten insbesondere die obersten Landesbehörden eng zusammen und tauschen dazu relevante Informationen und Erkenntnisse aus.

Insoweit können die vom Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung am 25.05.2011 herausgegebenen vorsorglichen Empfehlungen, auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat in bzw. aus Norddeutschland zu verzichten, möglicherweise konkretisiert werden.

Nach Auffassung der sächsischen Verbraucherschutzministerin existieren derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass frisches Gemüse und Obst sächsischer Erzeuger mit EHEC-Keimen verunreinigt ist. Daher sei es nicht gerechtfertigt, von einem Verzehr solcher Lebensmittel mit gesicherter regionaler Herkunft abzuraten.

In diesem Zusammenhang informierte Ministerin Claus darüber, dass selbstverständlich auch die sächsischen Behörden vorsorglich zusätzliche Stichprobenkontrollen bei Gurken, Tomaten und sonstigem Gemüse vorrangig spanischer und niederländischer Herkunft auf Verunreinigungen mit EHEC-Keimen durchführen. Hierzu würden vorzugsweise in Großhandelseinrichtungen entsprechende Verdachtsproben entnommen und durch die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen untersucht.