Ehrenamtlich tätige Sachsen ausgezeichnet

Kultusminister Roland Wöller überreichte am Freitag den „Joker im Ehrenamt“ an 68 engagierte Sachsen in den Bereichen Sport, Heimatpflege, Laienmusik und Schule. Insgesamt engagieren sich über 130.000 Sachsen in diesen Bereichen. +++

Mit der Auszeichnung soll die Arbeit der Ehrenamtlichen, die sich Tag für Tag uneigennützig engagieren, gewürdigt werden.
 
„Menschen im Ehrenamt leisten einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl, übernehmen Verantwortung und sind Vorbilder für unsere Gesellschaft“, so Kultusminister Roland Wöller. Mit der Veranstaltung soll den verdienten Bürgern, die oft im Hintergrund arbeiten, einmal öffentlich „Danke“ gesagt werden.

Insgesamt engagieren sich in Sachsen über 130.000 Bürger in den genannten Bereichen. Sie leisten unter anderem als Übungsleiter, Vorstandsmitglieder, Chorleiter oder Elternsprecher jährlich rund 25 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden. „Ich möchte den vielen Tausend Menschen für ihre hervorragende Arbeit einen herzlichen Dank aussprechen. Ohne sie hätten viele Menschen und Vereine schlechte Karten“, betonte der Minister. „Ich hoffe, die heutigen Preisträger motivieren andere Menschen dazu, die Freude am ehrenamtlichen Einsatz in sich selbst zu entdecken“, erklärte Wöller weiter. Der Minister freute sich besonders, dass seit 1996 schon mehr als 1.000 verdiente Bürger mit dem Joker gewürdigt werden konnten.

Im Bereich Sport sind in diesem Jahr 43 Auszeichnungen vergeben worden. Mit 17 Jahren ist Christin Derichs aus Weißwasser die jüngste Preisträgerin in dieser Kategorie. Als Übungsleiterin für Showtanz trainiert sie wöchentlich acht Stunden zwei Gruppen mit jungen Tänzerinnen. Vordere Platzierungen bei Meisterschaften und der 2. Bundesliga sprechen für ihren Erfolg. Außerdem engagiert sie sich im Rahmen des Ganztagsangebotes an einer Grundschule als AG-Leiterin. Der älteste ausgezeichnete „Joker im Ehrenamt“ ist mit 79 Jahren Joachim Golbs aus Obercunnersdorf (Lausitz). Er nimmt den Preis in der Kategorie „Heimatpflege“ entgegen und wird damit für seinen jahrelangen Einsatz im Heimatbund Obercunnersdorf und als Gründungsmitglied sowie Vorsitzender des Lusatia Verbandes e. V. gewürdigt. Er kümmerte sich unter anderem um die Organisation der Oberlausitzer Folkloretage, verfasst Heimathefte und betreut Urlauber bei Führungen durch die denkmalgeschützte Umgebindehausgemeinde Cunnersdorf.

Die Preisverleihung „Joker im Ehrenamt“ findet seit 1996 statt. Bisher wurden insgesamt 1.028 freiwillige Helfer ausgezeichnet. Der Preis des „Jokers“ ist nach der vielseitig einsetzbaren Spielkarte benannt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

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