Eiererzeugung in Sachsen liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau

716,9 Millionen Eier wurden 2010 in den 51 sächsischen Legehennenbetrieben mit 3 000 und mehr Legehennenplätzen erzeugt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind das im Vergleich zum Vorjahr 181,5 Millionen Eier bzw. 20 Prozent weniger.

Dies ist zugleich das niedrigste Ergebnis seit 1993. Die Ursache liegt im endgültigen Verbot der Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen, das Ende 2009 wirksam wurde. Zum 1. Januar 2010 wurde daher mit knapp 1,7 Millionen Legehennen der geringste Bestand zu Beginn eines Monats seit Durchführung dieser Statistik (1991) ausgewiesen.

Im Laufe des Jahres stieg dieser Bestand fast kontinuierlich bis auf 2,7 Millionen Legehennen zum 1. Dezember an. Im Jahresdurchschnitt standen den Betrieben 3,4 Millionen Plätze zur Verfügung, die im Durchschnitt mit 68 Prozent ausgelastet waren. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die monatliche Eiererzeugung von 43,9 Millionen im Januar auf 71,1 Millionen Eier im Dezember. Die durchschnittliche Legeleistung betrug 306,8 Eier – 2,5 Eier weniger als 2009. Im Jahresdurchschnitt wurden in Sachsen in diesen 51 Betrieben rund 173 Eier je Kopf der Bevölkerung erzeugt.

Dieser Wert liegt unter dem deutschen Nahrungsbedarf, der mit 211 Eiern je Einwohner (2009) angegeben ist. Des Weiteren werden in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen Betrieben und sonstigen Kleinhaltungen Eier erzeugt, die nicht statistisch erfasst werden.

Die sechs größten Legehennenhalter verfügten über gut 2,4 Millionen Plätze, in denen mit 493,9 Millionen Eiern über zwei Drittel der Eier erzeugt wurden. Die Mehrheit der Legehennenbetriebe (34) wiesen eine Kapazität von weniger als 30 000 Plätzen aus, darunter sieben Betriebe mit weniger als 5 000 Plätzen. 2009 belief sich der sächsische Anteil an der deutschen Erzeugung (8,6 Milliarden Eier) auf 10,5 Prozent. Sachsen war damit auch im Jahr 2009 nach Niedersachsen das Bundesland mit der zweithöchsten Eiererzeugung.

Legt man die letzte aktuelle Monatserzeugung – 75,5 Millionen Eier im Januar 2011 zu Grunde – so wird in Sachsen der durchschnittliche Nahrungsbedarf an Eiern nach dem Ausnahmejahr 2010 wieder aus eigener Erzeugung gedeckt.