Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen für Chancengleichheit ausgezeichnet

Mit dem Preis „Chancengleich im Fachbereich – Gender 2015“ wurde die Kindertagesstätte „Briesnitzer Spatzenvilla“ augezeichnet. Die Erzieher fördern Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, ohne dies auf typisch weibliche oder männliche Vorstellungen zu reduzieren.

Die Leiterin des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen, Sabine Bibas, hat die Auszeichnung „Chancengleich im Fachbereich – Gender 2015“ der Stadtverwaltung Dresden erhalten. Den Preis überreichte der Bürgermeister für Personal und Recht, Dr. Peter Lames, im Rahmen einer Feierstunde in der Kindertagesstätte „Briesnitzer Spatzenvilla“. Simone Kruschke, die Leiterin der Einrichtung, wurde für ihr beispielhaftes Engagement für Gender Mainstreaming ausgezeichnet

Unter Gender Mainstreaming versteht man die Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen und Interessen. Die Landeshauptstadt Dresden wendet seit 2003 eine Gender Mainstreaming Strategie an.  in der vorschulischen Erziehung ebenfalls geehrt.

Gleichberechtigung beginnt im Kindesalter – diesem Grundsatz folgend hat der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Gender Mainstreaming sowohl in seinem Leitbild, als auch in Konzeptionen und Fachplänen verankert. Die Erzieherinnen und Erzieher des Eigenbetriebs stellen die geschlechtergerechte Pädagogik in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie fördern Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, ohne dies auf typisch weibliche oder männliche Vorstellungen zu reduzieren. Mädchen und Jungen können gleichermaßen an allen Aktivitäten teilnehmen. Zusätzlich dürfen sie etwa bei der Gestaltung von Räumen oder Außenanlagen mitentscheiden und können so unabhängig von ihrem Geschlecht ihre individuellen Interessen einbringen.

Im Hinblick auf die Eltern orientiert sich der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen beispielsweise mit geringeren Beiträgen für Alleinerziehende und längeren Öffnungszeiten für Berufstätige bestmöglich an den verschiedenen Lebenssituationen und unterschiedlichen Bedürfnissen der Eltern. Bei der erzieherischen Arbeit und im Elternrat werden Väter und Mütter gleichermaßen eingebunden.

Große Relevanz hat die Gleichberechtigung auch bei der Integration von Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen und deren Eltern. Ihnen vermitteln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eigenbetriebs von Anfang an die selbstverständliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern in unserem Land.

In den vergangenen Jahren konnte der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen die Anzahl männlicher Beschäftigter auf zehn Prozent erhöhen. Der Männeranteil soll weiter steigen, damit die Kinder genügend männliche und weibliche Bezugspersonen haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eigenbetriebs profitieren von verschiedenen Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie einer umfassenden arbeitsmedizinische Betreuung.

Mit der Auszeichnung „Chancengleich im Fachbereich – Gender 2015“ möchte die Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming der Dresdner Stadtverwaltung das Thema durch praktische Beispiele sowohl verwaltungsintern als auch in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Alle zwei Jahre würdigt die Arbeitsgruppe mit dem Preis die Arbeit eines besonders engagierten Fachbereiches. Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen konnte sich in der engeren Auswahl gegen das Gesundheitsamt, das Jobcenter und das Sozialamt durchsetzen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden