Eilantrag im Bundesverwaltungsgericht: A72-Ausbau bei Borna vorerst gestoppt!

Der zehn Kilometer lange Ausbau der Autobahn 72 zwischen Borna und Rötha erst einmal nicht fortgesetzt. Grund dafür ist ein Eilantrag einer Privatperson, der kurz vor Ablauf der Frist eingereicht wurde. +++

Bei Niederfrohna rollt der Verkehr auf der A72 bereits seit letztem Jahr. Doch wenige Kilometer weiter lässt sich nur erahnen, dass hier eine Autobahn entstehen bzw. schon seit 2006 existieren soll. Noch nicht genug der Verzögerung, jetzt wird gegen den nächsten Bauabschnitt zwischen Borna und Rötha geklagt.

Der Antrag richtet sich gegen das Planfeststellungsverfahren und wurde – anders, als vorher vermutet – von keinem Umweltverband eingereicht. Eine Privatperson mit gewerblichen Grundstücken entlang der Baustrecke hatte geklagt. Der Neubau der Autobahn 72 begann bereits 2003. Eine lange Zeit um sich auf die bevorstehenden Veränderungen vorzubereiten. Und trotzdem gibt es heute noch Klagen gegen das sächsische Großprojekt.

Auf Seiten der Politik stoßen die Klagen gegen die „Sachsen-Magistrale“ auf viel Unverständnis. Und auch die Wirtschaft sieht die nun entstehenden Verzögerungen im Ausbau mit Bauchschmerzen. Denn nun kommt es zu unnötigen Ausgaben für den Freistaat, der wirtschaftlich auf eine bessere Verbindung zwischen Leipzig und Chemnitz angewiesen ist.

Die A72 soll Chemnitz und Leipzig miteinander verbinden und laut dem sächischen Verkehrsministerium den Verkehr von der Bundesstraße 95 auf die neue Autobahn umleiten. Die 62 Kilometer lange Strecke sollte laut ersten Planunge im Jahr 2006 fertig sein. Mittlerweile wird eine Teilfertigstellung für Mitte 2013 zumindest von Chemnitz bis Borna angestrebt. Wann und ob die 9,5 km zwischen Borna und Rötha gebaut werden können, hängt vom zuständigen Senat ab. Der muss die Klage nun erstmal prüfen.