Ein Drittel mehr Studienbewerber an Universität Leipzig

Die Zahl der Studieninteressenten an der Universität Leipzig ist in diesem Jahr deutlich höher als in der Vergangenheit. Bis zum Ende der Einschreibefrist am 15. September gingen mehr als 31.000 Bewerbungen ein. +++

Dies ist ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr, als 21.500 Bewerbungen registriert wurden. Vor allem aus den westlichen Bundesländern sei die Resonanz wesentlich höher gewesen als im vergangenen Jahr. Von 7.752 habe sich die Bewerberzahl auf über 15.200 erhöht.  

Auch etwas mehr junge Menschen aus den östlichen Bundesländern und aus dem Ausland hätten ihr Interesse an einem Studium an der Alma mater bekundet. Zurückzuführen sei dieser Trend unter anderem auf die Aussetzung der Wehrpflicht. „Der Zuwachs der männlichen Bewerber aus dem Osten ist um 10 bis 20 Prozent gestiegen“, erklärte Dr. Arnold. Durch den Ansturm auf die Universität Leipzig würden am 12. Oktober voraussichtlich auch mehr junge Menschen als im Vorjahr feierlich immatrikuliert. In 2010 waren es deutlich mehr als 6.000 Erstsemester. Für dieses Jahr rechnet Arnold mit einem leichten Anstieg. Da noch nicht alle Bewerbungen bearbeitet wurden, könne er noch keine genaue Zahl nennen. 

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sei der Anstieg von Neueinschreibungen aus den alten Bundesländern. Dadurch werde der demographisch bedingte Rückgang durch weniger Schulabsolventen aus den neuen Bundesländern mehr als kompensiert. Ein Anstieg der Bewerberzahlen, der direkt auf die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen zurückzuführen ist, lässt sich Arnold zufolge nicht erkennen. Nahezu in jedem westlichen Bundesland habe sich die Zahl der Bewerber im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. 

Bereits seit mehreren Wochen vergeben sind die Studienplätze in den Fächern mit Numerus Clausus (NC), bei denen sich über 23.000 junge Menschen auf die 1989 Plätze beworben haben. „Psychologie war hier der Renner“, sagte Arnold. Auf die 75 Studienplätze seien 3663 Bewerber gekommen, sagte er. Besonders begehrt gewesen seien auch die Studiengänge Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Lehramt (z.B. im Fach Deutsch). Bei den nicht zulassungsbeschränkten Studienfächern sei Rechtswissenschaft mit Abstand am beliebtesten gewesen, gefolgt vom ebenfalls sehr beliebten Fach Geschichte.