Ein Museum auf Rädern

Der Ausstellungsbus “Unser Aufbruch“ rollt weiter – Sächsische Schulen können seit Anfang Mai dieses Jahres wieder auf Spurensuche im “Historyliner“ gehen. +++

Der Ausstellungsbus erinnert auf 18 Metern an die Friedliche Revolution und den Weg zur Deutschen Einheit im Herbst 1989.

Kultusminister Roland Wöller appellierte an die Schulen, dieses Angebot wahrzunehmen: „Die etwas andere Unterrichtsstunde auf Rädern ist nicht nur spannend, sondern vor allem sehr lehrreich. Die Audio- und Videobeiträge der Zeitzeugen vermitteln das Wissen zur DDR-Geschichte und der Friedlichen Revolution besonders einprägsam“. Gerade für die jüngere Generation, die diese Zeit der Diktatur und des Umbruchs nicht selbst miterlebt hat, sei es wichtig, Geschichte hautnah zu erleben. „Der Geschichtsbus leistet Erinnerungsarbeit, die von unschätzbarem Wert ist. Er nimmt die Schüler mit auf eine Reise in die Vergangenheit für eine friedliche Zukunft“, so Wöller. Das Projekt wird durch die Sächsische Jugendstiftung in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport, der Sächsischen Staatskanzlei und der Sächsischen Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen durchgeführt.  

Im Inneren des Busses berichten Zeitzeugen über ihr Engagement, über ihren Widerstand und ihre Ideen, um Missstände in der Deutschen Demokratischen Republik vor dem Mauerfall und die Grenzöffnung 1989 aufzuzeigen. Durch multimediale Quellen kann man diese Zeit besonders eindrucksvoll erleben. Typische Situationen der Umbruchzeit werden anhand verschiedener Personen und Orte, eingebettet in den Themenbereichen „Alltag in der DDR“, „Umbruchstimmung“ und „Bilanz der Friedlichen Revolution“, präsentiert. Interviews, Originalfernsehausschnitte, Lieder und Bilder zahlreicher bewegender Momente dieser Zeit sind auf sechs Touchscreen-Monitoren in der Ausstellung zu sehen und machen den Ausstellungsbus zusammen mit spannenden Texten und interessanten Exponaten zu einem besonderen Projekt zur Geschichte der DDR. Unterstützt wird die etwas andere Geschichtsstunde durch ein Team der Sächsischen Jugendstiftung, die im Rahmen der Sächsischen Lehrpläne auf das Alter der Besucher zugeschnittene Aktivitäten bereit hält. Der Ausstellungsbus ergänzt den Unterricht und erweckt mit den Zeitzeugen die Geschichte zum Leben.  

So dynamisch wie die Friedliche Revolution ist auch das rollende Museum. Für einen Besuch ist nicht die Planung einer Tagestour erforderlich, denn der „Historyliner“ kommt vor Ort an die Schule und hat im wahrsten Sinne des Wortes die Geschichte gleich mit im Gepäck. Interessierte Schulen nehmen bitte per Mail Kontakt mit der Sächsischen Jugendstiftung, Weißeritzstrasse 3, 01067 Dresden unter bus@saechsische-jugendstiftung.de auf.  

Quelle: SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR KULTUS UND SPORT 

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