Ein Museum zum Träumen

Chemnitz - Das Museum für Naturkunde TIETZ erfindet sich neu. Den Start macht die Sonderausstellung "Junge Werkstatt- Mein Museum der Träume". Schüler des Chemnitzer Schulmodells setzten gemeinsam mit dem Museumsteam ihre eigenen Ideen um.

Eher durch Zufall kam der Museumspädagogin Isabelle Ehle und einer Lehrerin des Chemnitzer Schulmodells der Einfall zum Konzept. Nach einigen Überlegungen entschieden sie sich das Konzept relativ ergebnisoffen zu lassen.
Die Kinder wurden gefragt welche interaktiven Elemente sie sich im Museum für Naturkunde wünschen und welche Themen sie begeistern. Unter dem Slogan "Junge Werkstatt - Mein Museum der Träume" haben dann die Schüler Ideen für die Erlebnis-Ebene der künftigen Dauerausstellung entwickelt.
Zwei große Gruppen waren an dem Projekt beteiligt. In der ersten Gruppen waren Kinder im Alter von sieben bis neun aus einem Hort. In der zweiten Gruppe nahmen 14 Jugendliche aus der 8. Klasse teil. Die Jugendlichen konnten im Rahmen ihrer Projektwoche an verschiedenen Teilen der Sonderausstellung arbeiten. Die einzelnen Teile der Ausstellung hatten von externen Unternehmen Unterstützung.
Mit dabei waren zum Beispiel die Trickfilmwerkstatt Fantasia, das Holzkombinat oder das Unternehmen Solaris. Um die Arbeit der Schüler in den verschiedenen Firmen möglich zu machen, unterstützten noch zwei Mitarbeiterinnen des Museums für Naturkunde die Betreuung.
© Sachsen Fernsehen

Diese Unterstützung war nicht die einzige. Knapp 20.000 Euro kamen auch vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Ohne diese Mittel wäre die Realisierung der Projektarbeiten mit den vielen Partnern gar nicht möglich gewesen. Aus all diesen materiellen und menschlichen Mitteln entstand ein ganz besonderes Konzept, das das Lernen spielerisch erlebbar macht.

© Sachsen Fernsehen

Die Ausstellung soll alle Menschen ansprechen. Für jeden ist bei den verschiedenen Erlebnisstationen etwas dabei. So können sich zum Beispiel schon 3-Jährige an der Malwand austoben und mit ihrer künstlerischen Freiheit eine Skizze des ersten Waldes anfertigen. Bei den Texten wurde drauf geachtet, dass diese für jeden leicht verständlich sind. Wirklich jeder Museumsbesucher soll einen Zugang zu den Ausstellungsstücken finden. All dies umzusetzen war nicht leicht, die Museumspädagogen hatten sich einigen Herausforderungen zu stellen.

Damit ist die erste Etappe zum Ausbau des Museums für Naturkunde getan. Die Sonderausstellung ist erst der Anfang, das Museum für Naturkunde Chemnitz hat noch einiges mehr vor. Durch die verschiedenen Räume, die geplant sind, kommen vielfältige Förderungen in Frage, um am Ende ein Potpourri aus verschiedenen Fördermitteln zu erreichen. Die Finanzierung soll dann am Ende aus 35 Prozent Fördermitteln und 65 Prozent städtischem Anteil bestehen. Inwieweit die Vorhaben realisiert werden können, zeigt sich erst in den nächsten Monaten.

© Sachsen Fernsehen

Bis dahin kann jeder die Sonderausstellung selbst erleben. Sie ist von 28. November 2019 bis zum 28. August 2020 geöffnet. Am Dienstagabend um 17 Uhr wird die Ausstellung im DASTIETZ eröffnet. Die Schüler, die mitgearbeitet haben, werden bei der feierlichen Eröffnung das Programm mitgestalten. Außerdem wird die Chemnitzer "A cappella"- Band "Vocalpatrioten" stimmliche Akzente setzten. Jeder kann zum Start der Ausstellung kommen und die interaktiven Ausstellungsstücke testen.