Ein Sieg des Teams

Am Samstagabend haben die Chemnitz 99ers in einem hochdramatischen Spiel mit 78:76 beim Tabellen-Fünften TV Langen gewonnen.

Durch den zeitgleichen Sieg des neuen Tabellenführers Jena über das nun drittplatzierte Team aus Kaiserslautern rückte die BV auf den zweiten Rang vor. Dabei sind die ersten drei Teams nach dem Ende der Hinrunde punktgleich. Lediglich eine Niederlage mehr hat der BBC Bayreuth auf dem 4. Platz.
Vor dem Beginn der Rückserie am nächsten Wochenende können sich also mindestens vier Teams berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen.
Alle Basketballfans dürfen sich auf ein spannendes Titelrennen freuen und zum Glück der Chemnitzer Anhänger sind die Niners mittendrin.

Diese gute Ausgangsposition und den Sieg in Langen verdanken die Chemnitzer Basketballer vor allem einer äußerst geschlossenen Mannschaftsleistung.
In Hessen konnten sich neun Spieler in die Scorerliste eintragen und acht Akteure beim Rebounding glänzen.
Bis auf Sascha Ahnsehl kamen alle Niners mindestens zehn Minuten zum Einsatz. Dabei war sogar zu verschmerzen, dass Topscorer Jaivon Harris bei, für ihn allenfalls durchschnittlichen, 12 Punkten blieb.
Gerade auf die Bankspieler war wieder hundertprozentig Verlass und auch der gegen Jena noch schwächelnde Avi Kazarnovski zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Trotz Foulproblemen war er mit elf Punkten und 13 Rebounds der effektivste Chemnitzer.
Insgesamt ausschlaggebend für den Sieg war jedoch das gewonnene Reboundduell (44:31) und die gute Dreierquote (50%), wobei gleich sechs verschiedene Spieler vom Perimeter erfolgreich waren.

Die Niners erwischten einen schlechten Start in die Partie und lagen schnell mit 2:14 hinten. Dank großer Einsatzbereitschaft kämpften sie sich zurück ins Match und konnten über ein 20:21 zur Viertelpause, bis zur Halbzeit sogar mit 36:32 in Führung gehen. 

Im 3. und 4. Viertel zog das Team von Trainer Smith immer wieder auf zehn Punkte davon, konnte den hessischen Rivalen jedoch nicht abschütteln. Langen zeigte in dieser Phase, warum sie zu recht oben dabei sind und blieb mit sicheren Dreipunktwürfen im Spiel. Hinzu kamen einige vergebene Freiwürfe der Chemnitzer und eine Minute vor Spielende gelang dem TVL schließlich der 76:76-Ausgleich. 

Wer sich jetzt an die Niederlage gegen Jena zurück erinnert fühlte, sah sich jedoch (glücklicherweise) getäuscht:
Mit konzentrierter Defense und Nervenstärke in entscheidenden Situationen verdienten sich die Niners diesen Sieg in einem weiteren Spitzenspiel.

Allen voran avancierte Teamkapitän Carl Mbassa zum Matchwinner. Erst gelang ihm ein entscheidender Ballgewinn und Sekunden später bewahrte er an der Freiwurflinie absolute Ruhe. Beide Versuche fanden ihr Ziel und neun Sekunden vor Schluss ging die BV mit 78:76 in Führung.

Durch starke Defense konnte danach ein weiterer Korbversuch der Langener verhindert werden und letztlich durften 50 mitgereiste Fans den Sieg bejubeln.

Aus Niners-Sicht bleibt nur noch zu hoffen, dass Langens Manager Barth Recht behält: „Glückwunsch an Chemnitz und ich freue mich auf die Aufstiegsfeier Ende April.“
 

Harris (12 Punkte), Mbassa (11), Kazarnovski (11), Doubley (10), Ceccotti (8), Djatschenko (8), Klein (7), Worenz (7), Virijevic (4), Ahnsehl

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