Ein Weihnachtsgeschenk für den Kufensport

Dresden - Über ein besonders großes Weihnachtsgeschenk dürfen sich die Kufensportler vom Deutschen Nationalteam Short Track und vom Eislauf-Verein Dresden e. V. freuen.

© Steffen Baronick, Uwe Rietzke, Christoph Schubert

Kurz vor Weihnachten rollen zwei LKW mit insgesamt 130 Kubikmeter Ladung auf den Hof des Dresdner Eissportzentrums. Der überdimensionale Inhalt: 88 Spezialschutzmatten, jede zwischen einem und zwei Meter lang, 50 Zentimeter tief und 120 Zentimeter hoch, speziell angepasst auf Eisfläche und Bandenanlage der Arena.

Das professionelle Mattensystem wird vor Trainingseinheiten und Wettkämpfen der Short Tracker im Eishockeyoval aufgestellt, die einzelnen Matten miteinander verbunden. Es dient dem Schutz der Athleten bei Stürzen. Ein Short Tracker erreicht auf Kufen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Jedoch sind Stürze bei der sehr schnellen und taktischen Eissportart eher Regel als Ausnahme. Um die Sicherheit der Short Tracker stetig zu erhöhen und die Athleten vor schlimmeren Verletzungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb zu schützen, müssen die Matten immer auf dem aktuellen Stand sein und spezifische Eigenschaften aufweisen, welche der internationale Verband, die International Skating Union (ISU), vorgibt.

Uwe Rietzke, 1. Vizepräsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft e. V. und Leiter vieler nationaler und internationaler Short Track Wettkämpfe freut sich: "Im Namen aller Sportler möchte ich mich bedanken. Mit dem neuen Mattensatz verbessern wir die Bedingungen für den Short Track in Dresden weiter, schützen die Athleten noch besser, stärken den Standort national als auch international und rüsten uns für den bevorstehenden ISU Weltcup Short Track, vom 7. bis 9. Februar 2020 in der EnergieVerbund Arena".

Die Anschaffungskosten für den Mattensatz belaufen sich auf 76 000 Euro. Einen Teil der Kosten, 25 000 Euro, trägt der Freistaat Sachsen, der Großteil wird durch Mittel des Eigenbetrieb Sportstätten finanziert.