Einblicke ins neue Militärhistorische Museum

  Kantig und moderne hebt sich der Keil von der Fassade des Militärhistorischen Museums ab.

Mehr und mehr nimmt der Entwurf des Stararchitekten Daniel Libeskind seine endgültige Form an. 

  Jetzt steht als nächster großer Schritt die Fassadenverkleidung am Neubau an. Die Elemente werden an den Betonaußenwänden und am Keil angebracht- sie lassen Ein und Ausblicke zu und vereinheitlichen die Oberfläche.

Auch im Inneren sind langsam die neuen Museumsräume zu erahnen. Was Libeskind im Berliner Jüdischen Museum Voids nannte, sind in Dresden die vertikalen Vitrinen, wie Jochen Klein vom Architekturbüro erläutert.

Interview Jochen Klein, Architekt Daniel Libeskind AG
 
Der wissenschaftliche Leiter der Schau, Gorch Pieken, wartet jetzt schon gespannt auf den kommenden März. Denn dann sollen erste Großexponate aufgestellt werden, von denen es etwa 100 gibt. So wird etwa Sigmund Jähns Sojus-Kapsel über den Köpfen der Besucher schweben. Die Eröffnung der Schau ist aber erst für Herbst 2011 geplant. Doch schon jetzt hat Pieken ein genaues Bild vor Augen.

Interview Gorch Pieken, wissenschaftlicher Leiter MHM

Die Ausstellung wird unterteilt in zwei Abschnitte: im Altbau soll es einen chronologischen Rundgang vom Mittelalter bis zur Gegenwart geben. Im Neubau werden verschiedene Themen der Militärgeschichte dargestellt. Dabei gibt es eine enge Verbindung zwischen Architektur und Ausstellungsinhalten. Für die Bauleute stellte die moderne Konstruktion eine Herausforderung dar.

Interview Jochen Klein, Architekt Daniel Libeskind AG
 
Der Neubau ist ein großer Einschnitt in die alte Bausubstanz- dass das in Dresden auf Widerstände treffen kann, wissen Architekten und Ausstellungsmacher- und nehmen es bewusst in Kauf. Mit dem architektonische Bruch soll sich die neue Schau deutlich absetzen. Von einem Deutschland, von dem zwei Weltkriege ausgingen, die viele Opfer gefordert haben.

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