Zwei Verletzte nach Großbrand in Gohlis

Leipzig – Eine riesige Rauchsäule steigt am Samstagnachmittag in Leipzig-Gohlis in den Himmel.

Grund dafür ist ein Großbrand in einem leerstehenden Mehrfamilienwohnhaus der gegen 14.45 Uhr in der Georg-Schumann-Straße zwischen Lützow- und Sassstraße ausgebrochen ist. Laut Angaben der Leipziger Feuerwehr seien zehn Löschfahrzeuge und zwei Rettungswagen vor Ort. Durch herabfallende Gebäudeteile sei eine Polizistin verletzt worden. Auch ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt.

Augenzeugenberichten nach sind meterhohe Flammen aus den Fenstern des Gebäudes geschlagen und haben sich nach und nach über das komplette Gebäude ausgebreitet. Hinzu kommt, dass durch die extreme Rauchentwicklung in den angrenzenden Gebieten teilweise Asche herunterregnet. Besonders Anwohner der zugequalmten Nebenstraßen sollten ihre Fenster dringend geschlossen halten.

Wegen der Löscharbeiten ist die Georg-Schumann-Straße teilweise gesperrt. Auf den Straßenbahnlinien 10 und 11 kommt es ebenfalls zu Einschränkungen. Die Straßenbahnen verkehren bis auf weiteres zwischen den Haltestellen Wilhelm-Liebknecht-Platz und Georg-Schumann/Lindenthaler Str. über den Nordplatz, die Gohliser Straße sowie Menckestraße.

Gegen 17 Uhr gelang es der Feuerwehr, das Feuer im betroffenen Haus weitesgehend zu löschen. Etwa gegen 19 Uhr haben die Einsatzkräfte das Gebäude betreten, um nach Glutnestern zu suchen. Am Mauerwerk des Gebäudes sind bereits Risse zu sehen. Ein Einsturz des Gebäudes würde einen darunterliegenden Imbiss unter sich begraben.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch unklar. Nun muss laut Polizei erst einmal entschieden werden, ob und wann ein Statiker das Haus betreten kann. Die Brandursache soll dann erst im neuen Jahr ermittelt werden.