Einheitliche Behördennummer kann teuer werden

Wer in Zukunft eine Auskunft zu Verwaltungsdienstleistungen der Kommune, des Landes und des Bundes benötigt, kann ab dem 5. März auf die 115 zurückgreifen Doch diese Nummer kann teuer werden. +++

Die unter der einheitlichen Behördennummer eingehenden Anrufe werden in Leipzig ab dem 5. März von den Mitarbeitern des Bürgertelefons entgegengenommen.

Der Vorsitzende der Senioren-Union Leipzig und Stadtrat Konrad Riedel (CDU), warnt aber bereits vor den Kosten der neuen Behördennummer.
Je nach Anbieter kann ein Anruf aus dem Festnetz zwischen 7 und 14 Cent kosten. Die Mobilfunkkosten sind noch höher: zwischen 17 und 30 Cent pro Minute sind möglich.

Wer auf Nummer sicher gehen will, ruft weiterhin das Bürgertelefon an, ein Gespräch wird dort zum Ortstarif berechnet.

Weitere Informationen zu den Kosten können Sie unter folgender Adresse einsehen. www.115.de/nn_1426644/DE/Buergerinnen__Buerger/Tarife/tarife__node.html

Hintergrund:

Die Idee zu einer solchen einheitlichen Behördennummer wurde bereits im Jahr 2006 auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung aufgegriffen. Drei Jahre später startete dann der Pilotbetrieb.

Dieser Service steht inzwischen 19 Millionen Bundesbürgern zur Verfügung. Er befindet sich jedoch noch im Auf- und Ausbau.

Im Freistaat Sachsen gehören mit Dresden, Chemnitz und Leipzig die drei größten Städte dem Verbund 115 an.

In diesem Jahr sollen noch rund 150 Kommunen diesem Verbund beitreten.