Einigung im Dresdner Stadion-Streit

Die Stadionfrage ist wahrscheinlich geklärt. Die Landeshauptstadt will sich jetzt mit einem höheren Beitrag beteiligen. Und greift damit der SG Dynamo unter die Arme.

Nach intensiven Verhandlungen zwischen HBM, der Stadion Dresden Projektgesellschaft mbH & Co. KG, dem Vermarktungspartner SPORTFIVE, der SG Dynamo Dresden e. V. und der Landeshauptstadt Dresden konnte eine Einigung zu den noch offenen Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Stadionzusatzkosten, den Nutzungs- und den Vermarktungsverträgen erzielt werden.

Das Ganze muss jetzt noch durch den Stadtrat und Dynamo abgesegnet werden. Dynamo hat sich bis jetzt nicht geäußert.

Folgende wesentliche Eckpunkte wurden vereinbart:

Der gemeinsame Vermarktungsvertrag der Projektgesellschaft und Dynamo Dresden mit dem Vermarkter SPORTFIVE mit einer Laufzeit von 12 Jahren kann nunmehr unterschrieben werden.

Die Landeshauptstadt übernimmt neben den bereits bekannten Finanzierungen für das Stadion-Projekt eine weitere Zahlung in Höhe von maximal 679.000 Euro zur Finanzierung im Business- und Logenbereich sowie im Bereich der Sportlernutzung.

Damit erfüllt die Landeshauptstadt auch die zu erwartenden FIFA-Anforderungen im Zusammenhang mit der Frauen-Fußball-WM im Jahr 2011. HBM stellt ein Gesellschafter-Darlehen zur Finanzierung der Fangaststätte in Höhe von 900.000 Euro zur Verfügung.

Die SG Dynamo Dresden verpflichtet sich zur Refinanzierung der Investitionskosten für die Fangaststätte über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Für die erste Saison im neuen Stadion wird die Landeshauptstadt zur Kompensation der Rückzahlungsverpflichtung für die Fangaststätte in gleicher Größenordnung die Tilgungspflicht des im Mai letzten Jahres ausgereichten Darlehens der Landeshauptstadt an die SG Dynamo Dresden aussetzen.

Ebenfalls für die erste Saison im neuen Stadion wird die Landeshauptstadt Dresden der SG Dynamo Dresden eine finanzielle Erleichterung einräumen, indem für diesen Zeitraum von der Landeshauptstadt die vollständige Übernahme der Zahlungen des Schuldendienstes gegenüber der Projektgesellschaft erfolgt.

Hierfür ist eine Erhöhung des ohnehin geplanten städtischen Zuschusses für die Projektgesellschaft von 2,157 Millionen Euro um 0,528 Millionen Euro  auf dann 2,685 Millionen Euro vorgesehen. Die Zustimmung der jeweils zuständigen Gremien (Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden und Aufsichtsrat der SG Dynamo Dresden) ist noch einzuholen.

„Die Stadt leistet  jetzt einen noch höheren  Beitrag, um dem Stadionprojekt und der SG Dynamo Dresden zu einer wirtschaftlich gesicherten Zukunft  zu verhelfen“, sagt Oberbürgermeisterin Helma Orosz.  

Mit dieser Einigung wird dem Verein der Start in der neuen Arena deutlich erleichtert. Es kommt nun darauf an, dass in Dresden erfolgreicher wieder in den Vordergrund tritt.“

Quelle: Stadt Dresden

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.

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