Einsatz-Bilanz: Linke ließen Aggressionen an Polizei aus

Polizeipräsident Dieter Hanitsch ist mit dem Polizeieinsatz anlässlich des 64. Jahrestages der Zerstörung Dresdens zufrieden. Die Polizei hatte trotzdem viel zu tun: Teilnehmer der linken Demonstration haben unter anderem Polzeiwagen umgestürzt, Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen sowie den Rathenauplatz blockiert. Bei den Zwischenfällen wurden etwa 30 Polizeibeamte leicht verletzt.

„Unsere Taktik ist aufgegangen. Durch die strikte Trennung der Aufzüge konnten wir gegenseitige Provokationen und Auseinandersetzungen verhindern“, stellte Hanitisch bei der Verabschiedung der auswärtigen Einsatzkräfte fest.

Er sagte weiter: „Allerdings konnten sich mehrere hundert Teilnehmer einer linken Demo nicht mit dieser strikten Trennung abfinden und ließen in der Folge ihre Aggressionen an den eingesetzten Polizisten aus.“

Der Polizeieinsatz am 14. Februar war der größte Einsatz der Dresdner Polizei in der jüngeren Vergangenheit. Insgesamt rund 4.300 Polizisten sorgten am 14. Februar für Sicherheit in Dresden. Sie kamen von der Bundespolizei, aus mehreren Bundesländern und von allen sächsischen Polizeidienststellen.

Der Initiative „Geh Denken“ schlossen sich an den Startpunkten des Sternmarsches am Wettiner Platz, am Schlesischen Platz und am Neustädter Markt Tausende an. Die drei Aufzüge liefen friedlich bis zum Theaterplatz, wo sie nach einer gemeinsamen Abschlusskundgebung endeten. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen der Initiative 6.500 Menschen teil. An dem Aufzug mit Kundgebungen der Jungen Landsmannschaften Ostdeutschland (JLO) nahmen rund 6.000 Personen teil. Der Aufzug begann 13.30 Uhr und endete 16.45 Uhr am Wiener Platz. Bei Kontrollen vor und während des Aufzuges wurden 35 Personen in Gewahrsam genommen. Sie hatten unter anderem Quarzsandhandschuhe, Pyrotechnik aber auch einen Hammer und eine Heckenschere bei sich.

Zu dem Aufzug des Bündnisses „No Pasaran“ sammelten sich am Albertplatz ca. 3.500 Personen. Nach Einschätzung der Polizei befanden sich darunter 1.500 gewaltbereite Teilnehmer. Ein Drittel davon war im weiteren Tagesverlauf massiv gewalttätig. Mit dem Ziel, den Aufzug der JLO zu stören, versuchten mehrere Personen wiederholt aus dem Aufzug des Bündnisses „No Pasaran“ auszubrechen. Sowohl an der Wilsdruffer Straße als auch an der Schloßstraße konnten Beamte diese gewalttätigen Versuche jedoch unterbinden.

Dabei waren die Polizisten Stein- und Flaschenwürfen ausgesetzt. Als in der Folge dieselben ca. 500 überwiegend schwarz gekleideten Personen den Rathenauplatz blockierten, räumten Einsatzkräfte die Kreuzung. Beim Abgang der Demonstrationsteilnehmer kam es im Stadtgebiet zu weiteren Sachbeschädigungen. Im Bereich des Albertplatzes beispielsweise kippten Unbekannte zwei unbesetzte Polizeifahrzeuge um. An mindestens 18 weiteren Polizeifahrzeugen entstand Sachschaden. Zudem wurden 30 Beamte leicht verletzt.

Bis 18.00 Uhr kam es infolge der zahlreichen Veranstaltungen zu erheblichen Verkehrseinschränkungen in der Dresdner Innenstadt.

des Polizeieinsatzes sind 86 Personen in polizeiliches Gewahrsam und drei Personen vorläufig festgenommen worden. Die Mehrheit verstieß gegen das Versammlungsgesetz, weil sie vermummt waren oder Passivbewaffnung bei sich hatten. Ein weiterer Teil wurde nach Angriffen auf Polizeibeamte in Gewahrsam genommen.

Die Dresdner Polizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, versuchter Brandstiftung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

Das von der Polizie eingerichtet Bürgertelefon wurde sehr gut genutz. Auch am Sonnabend haben zahlreiche Anrufer das Bürgertelefon genutzt. Es gingen insgesamt seit dem 12.02.2009 mehr als 400 Anrufe ein. Die Anrufer informierten sich vorrangig über Verkehrsbeeinträchtigungen und suchten Empfehlungen diese zu umgehen.

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