Einsparungen Sozialdezernat Teil 1

Chemnitz soll ab 2015 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Deshalb werden Sparpläne geschmiedet und neue Einnahmemöglichkeiten geprüft.

In unser Serie über das Konsolidierungskonzept der Stadt nehmen wir heute und die kommenden Tage das Dezernat 5 unter die Lupe. Denn auch im Sozial-, Kultur- und Sportbereich soll der Rotstift angesetzt werden.

Im Chemnitzer Rathaus befindet sich das Dezernat 5. Hier laufen die Fäden von Sozial-, Sport- und Gesundheitsamt, sowie dem Amt für Jugend und Familie, Kunstsammlungen und Kulturbüro zusammen. Rund 194 Millionen Euro werden dabei jedes Jahr ausgegeben. Nach Plänen des Dezernats sollen rund 21 Millionen davon in den kommenden fünf Jahren konsolidiert werden.

Heidemarie Lüth (DIE LINKE) Sozialbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Kürzungen stehen im Kultursektor an. Für das Festival „Begegnungen“ stehen keine Gelder mehr zur Verfügung. Die geringe Resonanz bei der Bevölkerung scheint dabei auch eine Rolle gespielt zu haben.

Eine Neuorientierung ist angekündigt, Theater, Kunstsammlungen und Museen sollen in Zukunft gemeinsam kulturelle Höhepunkte schaffen.

Ähnlichkeiten mit dem Charakter der „Begegnungen“ sind dabei erwünscht, doch soll sich das Programm aus den Ausstellungskatalogen und Spielplänen der beteiligten Einrichtungen zusammensetzen.

Heidemarie Lüth (DIE LINKE) Sozialbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Eine weitere Umstrukturierung der Verwaltung steht mit der Gründung eines neuen Kulturbetriebs an.

So sollen DAStietz, die Musikschule Chemnitz und das Kulturbüro zusammengelegt werden. In erster Linie wird so Personal eingespart, außerdem erhofft man sich im Dezernat 5 durch die Maßnahme eine effizientere Arbeit für Bürger und die Kunst- und Kulturszene.

Heidemarie Lüth (DIE LINKE) Sozialbürgermeisterin Stadt Chemnitz

In den Kunstsammlungen Chemnitz wurden gerade erst die neuen Räumlichkeiten feierlich eröffnet. Rund 1,5 Millionen Euro stehen für die Kunstmuseen in diesem Jahr zur Verfügung. Auch hier will man Kosten einsparen und gleichzeitig mehr einnehmen.

Heidemarie Lüth (DIE LINKE) Sozialbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Die Städtischen Theater können dem Konsolidierungsprogramm etwas entspannter entgegen sehen.
Hier gilt noch der Haustarifvertrag, der die Zuschüsse der Stadt vorschreibt.

Diese sind jedoch auf das Niveau des laufenden Jahres eingefroren. Alle möglichen Tariferhöhungen müssten dann mit diesem Budget bestritten werden. Der Haustarifvertrag läuft 2013 aus.

Heidemarie Lüth (DIE LINKE) Sozialbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Die Städtischen Theater Chemnitz sollen nun ein Konzept vorlegen, wie man nach 2013 mit verringerten Zuschüssen auskommen könnte.

Der Kunst- und Kultursektor soll auch weiterhin ein Aushängeschild für Chemnitz bleiben, langfristig müssen die Einrichtungen aber mit weniger finanzieller Unterstützung von der Stadt auskommen.

Kosten reduzieren und Einnahmen steigern heißt es auch bei den kommunalen Sportstätten und den Freibädern der Stadt. Mehr dazu am Mittwoch ab 18 Uhr stündlich in der Drehscheibe Chemnitz und hier auf www.sachsen-fernsehen.de.
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