Einsturzgefahr: Bricht Leipzigs Dittrichring zusammen?

In der letzten Woche wurde bekannt, dass die Stadt große Teile des Innenstadtrings für Radfahrer freigeben möchte. Schon viel länger weiß man jedoch, dass Bereiche des Rings nicht einmal für den Kraftverkehr geeignet sind.

Denn der Dittrichring, der über einem maroden Regenrückhaltebecken verläuft, droht einzustürzen. Und die dringenden Maßnahmen zur Rettung des Rings lassen seit längerer Zeit auf sich warten.
 
Es gilt eine Lastenbeschränkung von zwölf Tonnen – auf einer Spur sind es sogar nur noch vier Tonnen, die den Dittrichring befahren dürfen. Die Straße im allgemeinen ist Arg verschlissen und das bereits seit einer ganzen Weile. Schuld an diesem Zustand ist ein baufälliges Rückhaltebecken.
 
Interview mit Klaus Barthel – Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig

Sollte man diese Stabilisierungsmaßnahmen nicht durchführen, könnte es künftig zu Brüchen in der Fahrbahndecke, im schlimmsten Fall sogar zu Einbrüchen von Kraftfahrzeugen kommen. Daher wurde bereits im vergangenen Jahr der Januar 2010 als Baubeginn festgelegt. Doch zu ersten Sicherungsarbeiten kam es bisher nicht. Aus einem ganz einfachen Grund.

Interview mit Klaus Barthel – Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig

Der Bau beginnt nun also ein Jahr später als vorerst angedacht. Doch keine Panik, eine Gefahr geht, laut Stadtverwaltung, derzeit noch nicht vom Dittrichring aus. Denn durch die Begrenzung der Traglast und eine permanente Prüfung und Beobachtung des Verkehrsweges, lässt sich das Risiko sehr gut einschätzen.