Einstweilige Verfügung beantragt

Leipzig (dapd-lsc). Die Tarifkonflikt in den Edeka-Auslieferungslagern in Borna und Staucha verschärft sich.

Der Arbeitgeber habe beim Arbeitsgericht Leipzig eine einstweilige Verfügung beantragt, um die Unverhältnismäßigkeit des Streiks feststellen zu lassen, teilte die Gewerkschaft ver.di am Freitag in Leipzig mit. Man werde sich davon aber nicht einschüchtern lassen und weiter streiken. Dieses Vorgehen des Arbeitgebers sei Beleg, dass der Arbeitskampf Wirkung zeige, sagte ver.di-Landeszirksleiter Thomas Voß. Es liege nunmehr am Gericht, über den Fortgang des Streiks zu entscheiden.

Die Gewerkschaft bestreikt die beiden Lager seit Montag. In einzelnen Märkten werden laut ver.di bereits Frischwaren knapp. Ein Ende des Ausstands ist nicht abzusehen.

ver.di fordert in der Tarifrunde für den Groß- und Einzelhandel und den genossenschaftlichen Großhandel eine Erhöhung der Bezüge um 55 Euro plus drei Prozent zum 1. April, eine zwölfmonatige Laufzeit des Tarifvertrags sowie gleiche Löhne bei gleicher Arbeit für Leiharbeiter. Die Arbeitgeber boten der Gewerkschaft zufolge bislang eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent an.

dapd

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