Einweihung des Platzes der Freiheit in Heidenau

Freistaat, Stadt und Verkehrsverbund Oberelbe investieren 1,8 Millionen Euro. +++

Am Freitag wurde in Heidenau der grundlegend umgestaltete Platz der Freiheit offiziell übergeben. In Anwesenheit von Vertretern des Landes, des Landrates Michael Geisler, Bürgermeister Michael Jacobs und des Geschäftsführers des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) Burkhard Ehlen wurde die moderne Verkehrsanlage mit Kreisverkehr und Busbahnhof in Betrieb genommen. 

Der für Heidenau prägende Platzraum „Platz der Freiheit“ am Bahnhof Nord ist ein bedeutsamer Knotenpunkt im Straßenhauptnetz und stellt eine wichtige Bahnunterführung mit zentralem Busbahnhof für den Stadt- und Regionalverkehr dar. Bereits im Jahr 2006 wurden durch Beschluss des Heidenauer Stadtrates die Grundsatzentscheidung zur Gestaltung des Platzes der Freiheit und die Grundsätze zum Umbau der Verkehrsanlage zum Doppelkreisverkehr getroffen. Der Platz wies bis dahin zahlreiche verkehrliche und städtebauliche Defizite und Mängel auf: Straßenflächen waren überdimensioniert und unübersichtlich, der Busbahnhof nicht barrierefrei und die angrenzende Grünanlage ohne besondere Aufenthaltsqualität.

„Nach langer Vorbereitungszeit, die gefüllt war einmal mit der Suche nach der besten verkehrstechnischen Lösung, wobei die Wirtschaftlichkeit zu beachten war, andererseits auch die Fördermittelgeber überzeugen musste, ist nunmehr der Heidenauer Doppelkreisel vollendet und den Verkehrsteilnehmern zur Nutzung freigegeben“, freute sich Michael Jacobs, Bürgermeister der Stadt Heidenau.  Neben der Lösung für den Autofahrer, die den Verkehrsfluss erheblich verbessert, profitieren auch die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs von dem neuen Platz. Der Verkehrsverbund Oberelbe hat im Rahmen seines Infrastrukturprogramms den Busbahnhof fahrgastfreundlich umgestaltet. Es entstanden fünf barrierefreie Bushaltestellen mit Überdachung, Fahrgastunterstände, 100 geschützte Fahrradständer, Stellplätze für Abholer und Parkmöglichkeiten für Behinderte. Darüber hinaus können jetzt drei Taxen bequem direkt vor dem Bahnhof parken. 

„Der neu errichtete Platz komplettiert mit dem S-Bahn-Ausbau und dem 2005 eröffneten Park+Ride-Platz die Übergangsstelle Heidenau und ist Teil des VVO-Infrastrukturprogramms“, so der Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Michael Geisler. Dieses Programm sei ein Erfolgsmodell, das sich in der Vergangenheit bewährt habe. „Es wirkt als Konjunkturprogramm für die Region, schließlich waren während des Baus vor allem Firmen aus dem Landkreis und der Stadt Dresden tätig“, sagte Geisler. Der VVO investiere weiterhin in der Region, die Erfahrung zeige, dass mit dem Bau von Übergangsstellen, modernen Haltepunkten sowie kostenfreien Park+Ride-Plätzen noch mehr Fahrgäste gewonnen werden. „Allein die Beispiele Pirna-Copitz, Tharandt und Altenberg beweisen, dass die Zahlen der täglichen Ein- und Aussteiger seit der Investition um mehr als 550 gestiegen sind“, so der Aufsichtsratsvorsitzende des VVO. Täglich halten am Bahnhof Heidenau die S-Bahn-Linien S 1 und S 2 sowie die Züge der Städtebahn Sachsen aus Altenberg. In Heidenau nutzen allein 3.100 Ein- und Aussteiger pro Tag das Zugangebot. Darüber hinaus wird der Busbahnhof von sieben Buslinien angesteuert, die Heidenau mit Dresden, Pirna und dem Umland verbinden. 

Bislang wurden über 60 Millionen Euro in 55 Projekte im ganzen VVO investiert, allein im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in 14 Projekte, beispielsweise in den Bau der Übergangsstellen in Pirna und Klingenberg-Colmnitz. Durch die Förderung durch den Freistaat können auch 2011 weitere Baumaßnahmen umgesetzt werden, so unter anderem der zweite Bauabschnitt der Übergangsstelle Bad Schandau.

Die Umgestaltung des Platzes der Freiheit kostete insgesamt rund 1,8 Millionen Euro, davon betrugen die Kosten für den Busbahnhof 650.000 Euro. Michael Jacobs betonte: „Mein Dank gilt allen, die an der Umgestaltung beteiligt waren: den Mitgliedern des Stadtrates für die grundlegenden Entscheidungen, den Planern für Ihre Entwürfe, den Bauunternehmen, die eine vorzeigbare Leistung erbracht haben, dem Verkehrsverbund Oberelbe, der uns Heidenauer schon lange wohlwollend begleitet, den Verkehrsbetrieben, die diesen Knotenpunkt bedienen und natürlich auch dem Freistaat, der nicht unwesentliche Fördermittel zur Verfügung gestellt hat.“

Quelle: VVO

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