Einwohner von Schönefeld wehren sich gegen schlechtes Image ihres Stadtviertels

Am Montagabend wurde eine Bürgerforum unter dem Motto „Assiviertel im Aufwind?!“ abgehalten. Etwa 50 Anwohner und fünf Stadträte kamen dazu ins Schloss Schönefeld. +++

Die Bewohner von Leipzig-Schönefeld wehren sich gegen das schlechte Image ihres Stadtteils. Der Verein „Wir für Schönefeld“ hat deshalb am Montagabend zu einem Bürgerforum ins Schloss Schönefeld eingeladen. Fünf Stadträte waren dabei und das provokante Motto des Abends lautete “Assiviertel im Aufwind?!“
Anlass des Bürgerforums war ein ARD-Bericht, in dem Schönefeld nicht gut wegkommt. Eine Mutter aus dem Leipziger Süden hatte im Interview geschimpft, dass ihr Sohn künftig auf ein Gymnasium in Schönefeld gehen müsse. Der Junge selbst fügte hinzu, das er nicht jeden Tag durch so ein „Assiviertel“ fahren wolle.
Dieser Bietrag erhitzte natürlich die Gemüter. Etwa 50 Anwohner waren ins Schloss Schönefeld gekommen, um ihre Sorgen loszuwerden und Meinungen und Vorschläge zur Imageaufbesserung des Stadtteils zu hören. Die eingeladenen Stadträte waren sich einig, dass vor allem Schulen saniert sowie Gorkistraße und Mariannenpark belebt werden müssen.
Der Verein „Wir für Schönefeld“ hat den Stadträten zusätzlich eine Liste mit Ideen und Vorschlägen mitgegeben, die Politiker wollen sich nun im Stadtrat für Schönefeld einsetzen. Mitte nächsten Jahres ist eine weiteres Bürgerforum geplant, auf dem das bis dahin Erreichte ausgewertet werden soll.