Einzigartige Sinfonie in der Stadthalle Chemnitz

„Turangalîla ist das Spiel um die Zeit, die durch die Sanduhr rinnt oder wie ein Pferd galoppiert.“ – So beschreibt Olivier Messiaen seine durchaus ungewöhnliche Orchesterkomposition.

Ungewöhnlich nicht nur wegen der Größe des erforderlichen Klangkörpers, die „Turangalîla“ ist auch eine Sinfonie, die an musikalischer Vielseitigkeit keine Wünsche offen lässt, eine unbekannte und doch faszinierende Klangwelt.

Interview: Dr. Heike Vieth Theaterpädagogin Theater Chemnitz

Diese Klangwelt gerade auch dem Publikum von morgen zu vermitteln, war Anliegen eines mehrmonatigen Musik – und Kunstprojektes der Theater Chemnitz, an dem sich mehr als 200 Schüler aller Altersklassen und jedes Schultyps beteiligten.

Erste Kontakte zwischen den Gruppen und dem Theater wurden jeweils im Orchesterprobenraum des Theaters geknüpft, bevor dann im zweiten Abschnitt eine kleine Orchesterfassung in den Schulen erklang.

Und schon bald war klar – die jungen Zuhörer zeigten großes Interesse, das Experiment mit den ungewöhnlichen Klängen hatte sich gelohnt.

Interview:: Dr. Heike Vieth Theaterpädagogin Theater Chemnitz

Doch die Schüler setzten sich nicht nur musikalisch mit Messiaens Werk auseinander, sie arbeiteten auch an der bildhauerischen Umsetzung der Tonkunst.

Im Foyer der Stadthalle werden die eindrucksvollen Unikate zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt und dem Publikum morgen abend im Vorfeld des Konzertes präsentiert.

Die „Turangalîla“ selbst wird im Rahmen des Sinfoniekonzertes zweimal zu hören sein – eine nahezu einzigartige Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Um das Klangeerlebnis perfekt zu machen, stellt die Philharmonie im Rahmen von Einführungen die Sinfonie jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn vor – ein sinnvolles Angebot – angesichts dieses klanggewaltigen Werkes.

(C) SACHSEN FERNSEHEN Video
Stadthalle Chemnitz, Heike Vieth, Theater Chemnitz, Sinfonie

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