Eishockeyderby: Holpriger Start und dann…

Es sah nach knapp zehn gespielten Minuten zunächst gar nicht danach aus, dass die Blue Lions am Freitag vor rund 1.700 Zuschauern in der Leipziger Eisarena als Sieger vom Eis gehen würden.

Kujala und Fadrny hatten die Saale Bulls bis dahin mit zwei Toren in Führung gebracht – ein verschlafener Start für die Hausherren. Der Weckruf für das Team um Kapitän Jens Müller folgte in der elften Spielminute, als Kasper Kenig auf Vorlage seines Bruders Max und von Neuzugang und Förderlizenzspieler Jiri Mikesz auf 1:2 verkürzen konnte. Mit diesem Spielstand sollte es in die erste Pause gehen.

Zur Spielentscheidenden Szene, laut beider Trainer kam es kurz nach Wiederanpfiff im zweiten Drittel. Halle konnte einen Penalty nach einem Foul durch Jozef Potac nicht verwerten. So waren es dann die Löwen, die durch Rückkehrer Florian Eichelkraut in Überzahl den Ausgleich erzielen konnten. In der 34. Minute gelang Jozef Potac die erste Führung des Abends. Eine knappe Minute später konnte sich Kasper Kenig selbst in die Liste der Torschützen eintragen. Die Vorlage von Jozef Potac und Christopher Kasten verwertete er zum 4:2. Ganze 17 Sekunden sollte es bis zum nächsten Torjubel dauern. Auslöser diesmal das 5:2 durch Tobias Orkan. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.

Keine zwei Minuten waren im letzten Drittel gespielt, als sich mit Max Kenig ein weiterer Rückkehrer auf der Torschützenliste verewigte. Das 6:3 durch Halles Jäske sollte nur noch Ergebniskosmetik sein.

„Wir haben heute Abend schönes Eishockey gesehen“, lautete das Fazit von Zdenek Travnicek, für den sich vor allem auch durch den Einsatz von vier Reihen ein Unterschied bemerkbar machte. Ausser Patrick Czajka und Rostislav Kosarek waren erstmals wieder alle Akteuere auf Leipziger Seite aktiv.