Eisige Temperaturen lassen Arbeitslosigkeit ansteigen

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Agenturbezirk Chemnitz im Januar saisonbedingt (Agenturbezirk plus 11,8 Prozent, Chemnitz Stadt plus 8,6 Prozent, Landkreis Mittelsachsen plus 14,4 Prozent).

Derzeit sind im Agenturbezirk 25.750 Arbeitslose gemeldet, das entspricht einer Quote von 9,9 Prozent. Die Arbeitskräftenachfrage ist derzeit über alle Branchen hinweg rückläufig (minus 11,4 Prozent zum Vormonat).

„Wir haben im Januar 2.800 arbeitslose Menschen mehr. Dieser kräftige Zuwachs ist angesichts der Witterung dennoch typisch für den Jahresbeginn. Im Vergleich der Vorjahre zeigen sich keine Auffälligkeiten. Besonders die Arbeitslosigkeit in Bau- und Baunebenberufen, in Verkehr und Logistik, bei den Berufskraftfahrern und im Handel ist saisonbedingt angestiegen“, so Agenturchefin Angelika Hugel.

Rechnet man zur Anzahl der Arbeitslosen die 8.174 Personen hinzu, die sich beispielsweise beruflich weiterbilden oder an Arbeitsmarktmaßnahmen teilnehmen, erhält man die Zahl der Unterbeschäftigten in Höhe von 33.924 Personen. Das sind 6.084 oder 15,2 Prozent weniger als im Januar 2011. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Agenturbezirk Chemnitz bei 13,0 Prozent (Vorjahr 15,3 Prozent).

Verbindliche Werte für die Entwicklung der Beschäftigung im Chemnitzer Agenturbezirk liegen nunmehr für Juni 2011 vor. Die Zahl der sozialversichungspflichtig Beschäftigten stieg demnach zum Vorquartal um 2.705 (plus 1,4 Prozent) auf 193.102. Auch im Vergleich von Juni 2010 zu Juni 2011 ist die Beschäftigung angewachsen (plus 4.239 oder 2,2 Prozent). Ein Drittel des Zuwachses an Beschäftigung sind Arbeitsplätze in der Zeitarbeit (im Vergleich zu Juni 2010: plus 22,3 Prozent). Der Anteil der Zeitarbeit an allen sozialversichungspflichtigen Arbeitsplätzen liegt im Agenturbezirk bei 4,7 Prozent.

„Der Zuwachs an Beschäftigung ist ein positives Signal für Stabilität am Arbeitsmarkt. Zudem gab es im vergangenen Jahr fast 10.000 Arbeitslosmeldungen weniger als 2010 und 15 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Jobangebote. Vor allem Arbeitnehmer aus dem Dienstleistungssektor und dem verarbeitendem Gewerbe konnten davon profitieren. Durch marktorientierte Weiterbildung wollen wir auch in diesem Jahr arbeitslose Chemnitzer und Mittelsachsen in Arbeit bringen“, so Angelika Hugel.