Eiskälte in Deutschland – Megasturm vor der Ostküste der USA!

Am Montagmorgen gibt es wettertechnisch gesehen zwei wichtige Meldungen: zum einen die rekordverdächtige Kälte in Deutschland, zum anderen der Megastum Sandy, der sich New York immer weiter nähert.

Zunächst zur Kälte in Deutschland. Es war vergangene Nacht bitterkalt. In Neuhaus im Thüringer Wald wurden am Montagmorgen direkt über dem Erdboden minus 16 Grad gemessen, minus 13 Grad war es in Halle/Saale und minus 10 Grad in Berlin. In der amtlichen Messhöhe von 2 Metern Höhe war es nicht viel wärmer. In Schleiz in Thüringen und in Hof in Bayern wurden minus 10 Grad gemessen. In Kaiserslautern und Gera war es mit minus 7 Grad ebenfalls eisig kalt. „Das sind Frühwerte wie wir sie normal nur aus Dezember oder Januar kennen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net im aktuellen Wettervideo unter http://www.youtube.com/watch?v=fxJ0TlHJq0Q

Heute bleibt es weiterhin sehr kalt. Im äußersten Süden herrscht weiterhin Dauerfrost um 0 Grad, sonst werden Werte um 5 Grad erreicht, an den Küsten ist es etwas milder. In der kommenden Nacht droht dann besonders in der Mitte und im Osten gefährliche Glätte durch Blitzeis. Es ziehen nämlich Schnee- und Regenwolken auf. Und im Übergangsbereich kann es bei Werte um 0 Grad richtig glatt werden.

Doch das war es dann erstmal mit dem Frühwinter. Richtung Wochenende wird es von Tag zu Tag immer wärmer und am Sonntag sind dann im Süden sogar schon wieder Werte bis 17 Grad möglich.

Ganz andere Wetterkapriolen stehen den Menschen an der Ostküste der USA bevor. Hurrikan Sandy ist nicht mehr weit von New York entfernt. „Bereits jetzt kann man den Sturm schon hören“ berichtet Wetterexperte Jung.

Eine Live-Kamera auf der Freiheitsstatue vor New York überträgt neben Bildern auch Ton: http://www.earthcam.com/usa/newyork/statueofliberty/?cam=liberty_hd „Der Sound des rauschenden und pfeifenden Winds klingt gespenstisch“ so Jung.

Zum Supersturm Sandy ein Interview mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung, der gestern Abend mit Experten des amerikanischen Wetterdienstes sprechen konnte:

1. Was macht den Sturm so gefährlich?

Die größte Gefahr geht derzeit nicht von den Sturm- bzw. Orkanböen aus, sondern von der Flutwelle, die Hurrikan Sandy bringen könnte. In New York soll das Wasser um 3 bis 4 Meter höher als normal steigen. Für Stadtteile wie Manhatten würde das schwere Überflutungen bedeuten. Der Luftdruck im Inneren des Hurrikans, der sich derzeit noch auf dem Atlantik befindet ist extrem niedrig. Das versetzt das Meer in einen kräftigen Wellengang. Diese Wellen schwappen später dann auch auf die Küsten nieder. Zugleich rauscht aus Kanada kalte Luft nach Süden. Diese könnte sich mit Sandy quasi verbünden, was einen regelrechten Blizzard zur Folge hätte. Unsere Wettermodelle rechnen derzeit mit 40 bis 60 cm Neuschnee.

2. Wann wird der Sturm „an Land“ gehen?

Die ersten Ausläufer des Sturms sind bereits jetzt spürbar. Sein Zentrum wird die Ostküste der USA zwischen 22 und 0 Uhr MEZ erreichen. Nach jetzigem Stand bringt Sandy dabei Böen in Hurrikanstärke und sehr heftigen Regen. Das Sturmzentrum wird nach aktuellen Berechnungen New York nur knapp verfehlen und auch Washington gefährlich nahe kommen.

3. Welche Schäden sind zu erwarten?

Dem Sturm wird ein enorm hohes Schadenpotenzial zugetraut. Das Schadenpotential ist dabei größer als das von Hurrikan Katrina, der im Jahr 2005 weite Teile New Orleans zerstörte. Kein Sturm seit 1969 habe jemals ein ähnlich hohes

Schadenpotential gehabt wie Sandy. Es sind schwere Schäden an der gesamten Infrastruktur der Ostküste zu erwarten. Überflutungen, Stromausfälle und Erdrutsche werden befürchtet.