Eiskalt sitzengelassen

In einem Mietshaus in der Leipziger Jahnallee haben die Bewohner keinerlei Möglichkeit zu heizen oder warmes Wasser zu nutzen.

In einem Mietshaus in der Leipziger Jahnallee unweit des Waldplatzes sind die Temperaturen innen kaum von denen draußen zu unterscheiden. Denn die Bewohner haben keine Möglichkeit zu heizen oder warmes Wasser zu nutzen. Mit mehreren Plakaten an den Außenwänden des Hauses machen sie auf die Probleme aufmerksam.

Eigentlich ist bei einem Heizungsschaden der Vermieter für Behebung des Schadens zuständig. Doch die Eigentümer des Hauses weigern sich die Mängel beheben zu lassen. In einer früheren E-Mail vom 9. Dezember 2015 schreiben die Eigentümer: „Wir werden uns der Sache annehmen und die Heizungsanlage überholen lassen – falls dies ökonomisch sinnvoll erscheint. Bis dahin müssen Sie sich gedulden – zu dieser Jahreszeit unangenehm aber leider nicht zu ändern.“
Da die Eigentümer aber noch immer keine Reparatur veranlasst haben und zudem auch der Heizungskeller verschlossen wurde, haben die Bewohner längst den Verdacht aus dem Haus herausgeekelt zu werden, denn ab März soll das Gebäude luxuriös saniert werden.

Ans Aufgeben hat hier aber noch keiner gedacht. Zwar seien schon Mieter ausgezogen, doch diese hatten laut Körbel ohnehin vor ein anderes Quartier zu beziehen.

Als nächstes wollen die Mieter versuchen, ihr Recht mit einer einstweiligen Verfügung durchzusetzen: Diese soll den Bewohnern der Jahnallee Nummer 14 zumindest den Zugang zum Heizungskeller ermöglichen.