Eislöwen feiern Derbysieg

Die Dresdner Eislöwenhaben haben am Freitag Abend das Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau vor 5.081 Zuschauern im Kunsteisstadion im Sahnpark mit 5:4 (0:1, 3:1, 1:3) gewonnnen.  

Ausschlaggebend für den Erfolg des Teams von Trainer Thomas Popiesch war neben der starken Mannschaftsleistung eine ausgezeichnete Arbeit in den Special-Teams. Beide Mannschaften starteten mit hohem Tempo in die Partie und versuchten den Gegner unter Druck zu setzen.

Da beide Teams den Spielaufbau des Kontrahenten bereits in der neutralen Zone störten, waren zunächst jedoch hochkarätige Chancen Mangelware. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich bereits in der Anfangsphase erste Auseinandersetzungen abzeichneten. Die Eislöwen mussten sich zweimal in Unterzahl beweisen und konnten dank eines gut geführten Penaltykillings den Spielstand von 0:0 halten.

Ihr erstes Überzahlspiel nutzten die Dresdner dann durch Martin Heider (16./ÜZ), der einen straffen Schuss von Carsten Gosdeck von der blauen Linie unhaltbar zum Führungstreffer abfälschte. In den bis zur Pausensirene verbleibenden Minuten wurde es noch einmal eng, die Eislöwen-Defensive konnte aber die druckvollen Bemühungen der Gastgeber unter Kontrolle halten.  

Den Mittelabschnitt begannen die Dresdner in Unterzahl (Justin Kurtz, Strafzeit wegen Hakens). Das Spiel blieb spannend und temporeich. Ab der 24. Minute schlug dann die Stunde der NHL-Importe. Innerhalb von 57 Sekunden drehten Wayne Simmonds (24.) und Chris Stewart (25.) den Spielstand zugunsten der Eispiraten. Die Eislöwen zeigten sich davon nicht sonderlich beeindruckt und versuchten weiter konzentriert nach vorn zu arbeiten. Als besonders effektiv sollte sich an diesem Abend das Powerplay erweisen. Gerade einmal fünf Sekunden brauchte André Mücke (27./ÜZ), um den Puck an Sebastian Albrecht im Crimmitschauer Gehäuse vorbei zu bringen. Dann ging es Schlag für Schlag: Martin Heinisch (28.) erzielte postwendend die erneute Führung für die Hausherren.

Eislöwen-Goalie Kellen Briggs in dieser Situation machtlos. Die Eislöwen versuchten in der Folgezeit ihr Glück vermehrt mit Fernschüssen. Endstation war aber stets der Goalie der Gastgeber.   Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Eispiraten zweimal in einer 5 gegen 3 Überzahl die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden. Allerdings scheiterten sie an einem brillant geführten Unterzahlspiel der Dresdner. Diese wiederum hatten in der 50. Minute die Chance auf den Ausgleich, als Hugo Boisvert bei einem Konter kurz vor dem Tor nur unfair gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty konnte der Stürmer jedoch nicht verwandeln.

Das war das Startsignal für die Eislöwen: Sie drängten die Crimmitschauer zunehmend in deren Drittel zurück und Jari Pietsch (51.) konnte den Spielstand egalisieren, als er goldrichtig stand und den Nachschuss von Carsten Gosdeck verwertete. Die Eislöwen blieben am Drücker: David Hájek (56.) sorgte mit einem Weitschuss für die erneute Führung. Bei den Eispiraten lief zu diesem Zeitpunkt nicht mehr allzu viel zusammen.

Als Trainer Fabian Dahlem bereits zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, sorgte Carsten Gosdeck (60.) mit einem Treffer ins leere Gehäuse für die Entscheidung. Das Tor von Wayne Simmonds (60.) mit der Schlusssirene hatte nur noch statischen Wert.

Mit dem Sieg in Crimmitschau schlug das Team um Trainer Thomas Popiesch die sich seit Saisonbeginn als unglaublich heimstark präsentierenden Eispiraten, die noch keine Partie vor eigenem Publikum verloren hatten.

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