Eislöwen unterliegen beim Tabellenführer in Bietigheim

Die Dresdner Eislöwen haben die Partie gegen die Bietigheim Steelers mit 1:4 verloren. Das Team von Trainer Thomas Popiesch zeigte allerdings eine starke kämpferische und ab dem letzten Drittel auch überzeugende spielerische Leistung. Torschütze für die Dresdner war Hugo Boisvert im Powerplay.

Die ersten Minuten gehörten den Eislöwen. Noch vor dem ersten Wechsel musste Steelers-Torhüter Joey Vollmer die Scheibe zwei Mal nach Angriffen der Gäste sichern. Die Ellentaler konnten nur gelegentlich Konter setzen, welche aber von Abwehr und dem Goalie der Eislöwen abgefangen wurden. Bietigheim nutzte das erste Überzahlspiel, um durch Marcel Rodman (5.) den Führungstreffer aus spitzem Winkel zu erzielen. Doch die Dresdner schlugen im eigenen Powerplay zurück: Hugo Boisvert (8.) gelang der Ausgleich. Allerdings gingen die Hausherren noch in derselben Minute erneut in Führung.

Ein Schlagschuss von Bastian Steingroß (8.) prallte vom Plexiglas an den Rücken von Eislöwen-Schlussmann Louis-Vincent Albrecht und ging von dort ins Tor. Dieser Treffer gab den Steelers, die zunehmend das Spielgeschehen bestimmten, zusätzlichen Aufwind. Dresden spielte dennoch konzentriert, konnte durch schöne Einzelaktionen Akzente setzen und versuchte schon an der eigenen blauen Linie wieder in Puckbesitz zu kommen. Das klappte beim Spiel 5 gegen 5 gut, doch die Ellentaler nutzen eine weitere Überzahlsituation, um den Vorsprung durch Marcel Rodman (17.) auf zwei Tore auszubauen.

Den Mittelabschnitt begannen die Dresdner in Überzahl, konnten aber daraus keinen Nutzen ziehen. Ab der 26. Minute konnten die Eislöwen beweisen, warum sie das beste Penaltykilling der Liga besitzen: In einer stark gespielten doppelten Unterzahl bestimmten sie weitestgehend den Ablauf und ließen kaum Torschüsse der Hausherren zu. In den verbleibenden Minuten bis zur zweiten Pause gestaltete sich die Partie ausgeglichen.

Die Eislöwen konnten mit großem kämpferischen Einsatz die Steelers-Abwehr mehrfach unter Druck setzen, kamen aber nicht zum Torerfolg. Auch in den Anfangsminuten des letzten Drittels spielten die Dresdner mit viel Druck nach vorn, Joey Vollmer konnte aber alle Chancen vereiteln. Nach einem, mit guten Aktionen gespickten Powerplay gaben die Eislöwen Vollgas und drängten auf den Anschlusstreffer. Sie agierten aggressiv nach vorn und schnürten die Steelers phasenweise in deren Drittel ein. Leider konnte die Dominanz der Blau-Weißen in diesem Abschnitt nicht in Zählbares umgemünzt werden. Auch die Herausnahme des Torhüters zwei Minuten vor der Schlusssirene brachte keinen Erfolg.

Der Gastgeber nutzte diesen Umstand jedoch zu einem Treffer ins leere Eislöwen-Gehäuse. Marcel Rodman (60.) stellte mit seinem dritten Tor an diesem Abend den 4:1-Endstand her. „Im ersten Drittel hat unsere Zuordnung nicht gestimmt und wir haben zu viele Strafzeiten bekommen“, analysierte Trainer Thomas Popiesch nach dem Spiel. „Ab der 3:5-Unterzahl sind wir besser ins Spiel gekommen und hätten uns den Anschlusstreffer verdient gehabt. Ab dem zweiten Drittel kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben und alles nach vorn geworfen.“

Quelle: Dresdner Eislöwen

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