Eisrettung: Feuerwehr übt für den Ernstfall

Sachsen - So schnell kann es gehen: Die Eisfläche noch nicht dick genug, schon steckt man im nur wenige Grad kaltem Wasser. Was hier noch glimpflich ausgeht, kann im schlimmsten Fall auch tödlich enden. Die Feuerwehr Leipzig hat nun ein solches Szenario geübt.

Allerdings deutlich besser vorbereitet und geschützt als die meisten Menschen auf dem Eis. Mit einem Wärmeanzug und einem zusätzlichen Sicherungsseil hat sich Feuerwehrmann Martin Waigel in das eiskalte Wasser getraut. Auf zwei verschiedenen Wegen wurde Waigel von seinen Kollegen aus dem Wasser geholt. Dabei war immer das oberste Ziel, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Regelmäßig üben die Rettungskräfte einen solchen Einsatz, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

© Sachsen Fernsehen
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Was viele gar nicht wissen: Das Betreten der Eisflächen passiert auf eigenes Risiko. Die Stadt Leipzig zum Beispiel gibt die zugefrorenen Kanäle und Seen aus Haftungsgründen gar nicht erst frei. Das bedeutet: Falls man einbricht und eine Rettung durch Einsatzkräfte notwendig ist, können die Kosten dafür den Betroffenen in Rechnung gestellt werden. Eine Sonderfreigabe für die Gewässer erteilt nur die Kreispolizeibehörde. Das Betreten geschieht also in der Regel auf eigene Gefahr. Wie dick die Eisflächen am Ende tatsächlich sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Auch der aktuelle Schnee auf den Kanälen und Seen kann den Schein trügen.