Eisrettungsübung der Wasserwacht Chemnitz

Zu einem kompletten Einsatzteam der Wasserwacht zählen normaler Weise 10 Mann. Sie werden zum Beispiel bei Einbrüchen im Eis gerufen. Genau dieser Fall wurde am Wochenende am Chemnitzer Schlossteich simuliert.

Aufgrund der aktuellen Wetterlage sind vielerorts Seen und Bäche zugefroren. Doch trotz der zum Teil eisigen Temperaturen kann beim Betreten von zugefrorenen Gewässern Lebensgefahr bestehen. Es wird deshalb davor gewarnt überfrorene Eisflächen zu betreten, welche nicht von den Behörden freigegeben sind.

Die Wasserwacht Chemnitz probte am vergangenen Samstag den Ernstfall. Auf dem zugefrorenen Chemnitzer Schlossteich beobachteten viele Schaulustige und Interessierte, welche Möglichkeiten der Hilfe nach einem Eiseinbruch Leben retten können.

Interview Michael Birkner – Landesleiter Wasserwacht Sachsen

Die verschiedenen Wege richtig zu helfen, zeigten die insgesamt 17 Einsatzkräfte vor Ort. Für sie gehören solche Übungen zum Ausbildungsprogramm. Mindestens 150 Stunden im Jahr müssen die Helfer der Wasserwacht leisten, um im Ernstfall gut gerüstet zu sein. Aber die Demonstration sollte vor allem auch zeigen, wie jeder, der Zeuge eines Eiseinbruches wird, schnell helfen kann.

Interview Michael Birkner – Landesleiter Wasserwacht Sachsen

Bei den aktuellen Temperaturen bleiben einer im Eis eingebrochenen Person ungefähr 15 Minuten bevor jede Rettung zu spät sein könnte. Mit schnellem und vor allem überlegtem Handeln können sie also im Ernstfall ein Leben retten.

Allgemein gelten Eisflächen ab einer Stärke von 15 cm bei stehenden Gewässern als sicher. Der Schlossteich hatte an dieser Stelle mit 17,7 cm dieses Kriterium erfüllt.

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