Elberadweg: Muskelspiele zwischen Investorin und Stadtpolitik

Töberich hatte zuletzt gedroht, den Radweg Anfang April wegbaggern zu lassen. Schnellstmögliches Handeln fordert die Dresdner-CDU, während Grüne und Linke rechtliche Schritte prüfen lassen. Die Stadt bemüht sich um den Erhalt der Strecke. Dessen Zukunft bleibt ungewiss.+++

Um den Elberadweg in Dresden-Pieschen lassen Investorin Regine Töberich und die Dresdner Stadtpolitik weiter die Muskeln spielen.

An der Elbe hatte die DresdenBau-Chefin zuletzt gedroht, den Elberadweg Anfang April wegbaggern zu lassen. Hintergrund ist der Streit mit der Stadt um die Bebauung ihres Grundstücks.

Schnellstmögliches Handeln fordert nun die Dresdner-CDU, während Grüne und Linke rechtliche Schritte prüfen lassen. Die Prüfung des sogenannten Vorkaufsrechts und Enteignung stehen im Raum.

Die Stadt Dresden bemüht sich um den Erhalt der Strecke, doch ist dessen Zukunft ungewiss.

Zu den rechtlichen Gegebenheiten teilt Baubürgermeister Jörn Marx schriftlich mit:

„Es existiert ein Vertrag zwischen der Erbengemeinschaft Grumbt und der Landeshauptstadt Dresden aus dem Jahr 2001. Sofern dieser Vertrag wirksam gekündigt ist, müsste die Stadt den Radweg innerhalb von zwei Monaten nach Beendigung des Vertrags entfernen und das Grundstück in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Frau Töberich hat nicht das Recht, den Radweg selbst wegzubaggern. Hierauf haben wir sie aufmerksam gemacht.“

Die Reaktionen der Dresdner reichen von verständnisvoll, bis verärgert, sie sind aber auch besorgt um ihr Kleinod an der Elbe.

Zum Thema Elberadweg wird wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.


Im Video sehen Sie das Interview mit André Schollbach (DIE LINKE), Fraktionsvorsitzender, und Reaktionen der Dresdner.