„Elberiesen“ warten weiter auf ersten Heimsieg

Dresden - Die Dresden Titans warten weiter auf den ersten Heimsieg. Trotz einer dramatischen Aufholjagd im letzten Viertel, haben die Basketballer am Sonntag mit 72:75 gegen die scanplus basket Eichingen verloren.

An einem wunderschönen Oktobertag bei bestem Herbstwetter empfingen die Dresden Titans ein Topteam der Südstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB in der Margon Arena. Die scanplus baskets aus Elchingen wussten mit Hayden Lescault den ProB-Spieler der Woche in ihren Reihen (zuletzt gegen Coburg 35 Pkt) und wollten ihren Aufwärtstrend in der sächsischen Landeshauptstadt fortsetzen. Bereits vor dem Spiel stand fest, dass US-Guard Travis Thompson aufgrund der letztwöchig erlittenen Verletzung am linken Sprunggelenk nicht für die Titans würde auflaufen können. Sein Landsmann Steven Bennet rückte in die erste Fünf und zeigte sein bislang bestes Spiel im Titans-Dress. Letztlich war es ein extrem schwaches drittes Viertel der Gastgeber, welches auch durch eine sehenswerte Aufholjagd zum Ende des Spiels einmal mehr nicht kompensiert werden konnte und somit die dritte Saisonniederlage (72:75) der Titans besiegelte.

Der Start in die Partie verlief für beide Mannschaften vor allem offensiv sehr holprig. Nach knapp fünf Minuten im ersten Viertel stand es lediglich 5:5. Doch die defensive Intensität war auf beiden Seiten bereits enorm hoch. Danach begannen die Angriffsmotoren der Teams langsam warmzulaufen. Vor Beginn des zweiten Viertels hieß es 15:17 aus Sicht der Titans. In der Folge begannen auf Dresdner Seite die Distanzwürfe zu fallen. Sebastian Heck (12 Pkt, 3 St) und Bennett (22 Pkt, 5/7 3er) waren gleich mehrfach von außen erfolgreich. Doch dank eines starken Edin Alispahic (16 Pkt, 10 Reb) und unzähligen Offensivrebounds (19) gelang es den Elchingern ihre Führung sukzessive auszubauen. Zur Halbzeit führten die Gäste dementsprechend mit 40:36.

Aus den Kabinen kamen die scanplus baskets zu Beginn der zweiten Halbzeit dann deutlich wacher als die Gastgeber. Ein 9:2-Lauf ließ die Führung Elchingens auf 11 Punkte anschwellen. Zwar kamen die „Elberiesen" zeitweise in Schlagdistanz, doch insgesamt verliefen die Angriffsbemühungen der „Titanen" zu häufig im Sande. Die Gäste forcierten konstant Ballverluste und verwerteten die daraus resultierenden Schnellangriffe effizient. Angeführt von Hayden Lescault (17 Pkt, 7 Reb, 5 Ast) lag Elchingen zu Beginn des letzten Viertels folgerichtig mit 57:43 in Führung. Dresden kämpfte weiter aufopferungsvoll und in der 37. Minute gelang es schließlich Bennett mit einem seiner zahlreichen Dreier auf 63:68 zu verkürzen. Als dann auch noch Heck bei 13 verbleibenden Sekunden per Distanzwurf zum 70:73 traf und Elchingen im nächsten Angriff durch Steal von Bryan Nießen den Ball verlor, schöpften die Fans der „Elberiesen" wieder Hoffnung. Die Gäste foulten taktisch absichtlich, Titans-Forward Helge Baues (12 Pkt) verwandelte sicher von der Linie. Direkt im Anschluss gelang den „Titanen" erneut der Ballgewinn. Schmidkunz hatte beim letzten Wurf den Sieg auf den Fingern. Der Ball tanzte auf dem Ring, fiel jedoch nicht durch das Netz. Die nachfolgenden Freiwürfe der Gäste fanden ihr Ziel und die Partie endete unglücklich mit einem 75:72-Sieg für Elchingen.

„Wir wussten, dass Elchingen sehr physisch agieren würde. Bis zur Halbzeit hielten wir gut dagegen. Dass wir dann erst in den letzten sieben Minuten der Partie wieder zeigen konnten, wozu wir als Team fähig sind, ist bei dem Spielverlauf natürlich ärgerlich und einfach zu spät", gab Titans-Guard Bryan Nießen nach der Partie zu Protokoll. Die Gäste bauten ihre positive Bilanz indes weiter aus, während Dresdens Korbjäger am nächsten Sonntag in Leverkusen dringend ein Erfolgserlebnis brauchen, um den Anschluss an die obere Tabellenregion nicht vollends zu verlieren.