Elbfische kaum noch mit Schadstoffen belastet

Untersuchungen bestätigen zunehmende Sauberkeit der Elbe. +++

Die Fische in der Elbe sind nur noch gering mit Schadstoffen belastet.
Das belegen aktuelle Untersuchungen, deren Ergebnisse für das Jahr 2010
auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie in den vorangegangenen Jahren
lagen. „Die Untersuchungsergebnisse bestätigen einmal mehr, dass die
Elbe mittlerweile wieder ein sauberer Fluss ist“, sagt Umweltminister
Frank Kupfer.

Trotz des höheren Lebensalters der untersuchten Fische im Vergleich zu
den Vorjahren waren die Schadstoffkonzentrationen nicht oder nur wenig
erhöht. Zu Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte kommt es nur in
Ausnahmefällen – das betrifft besonders große und damit ältere Exemplare
der Fischarten Rapfen, Zander, Barbe und Döbel. Große und ältere Fische
sind dabei oft noch mit Schadstoffen belastet, die sie bereits vor
Jahren oder Jahrzehnten aufgenommen haben.

Bei älteren Rapfen gemessene Quecksilberkonzentrationen überschritten
beispielsweise die zulässige Höchstmenge teilweise um das Doppelte.
Ebenfalls untersuchte Lebern von 19 größeren Fischen wiesen in der
Mehrzahl zu hohe Werte an Dichlordiphenyltrichlorethan und
Hexachlorbenzol auf. Die Messergebnisse bei anderen chlorierten
Kohlenwasserstoffen und Cadmium lagen dagegen, wie schon in den
zurückliegenden Jahren, auf niedrigem Niveau.

Trotz der insgesamt zufriedenstellenden und in der Tendenz erfreulichen
Untersuchungsergebnisse bleibt die folgende Empfehlung des
Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft bestehen: „Pro Person
und Monat sollten nicht mehr als zwei Kilogramm Elbefisch gegessen
werden“, sagt der Umweltminister. Innereien der Fische sollten gar nicht
verzehrt werden. Diese Empfehlungen gelten auch für die Fische der
Mulde.
Hintergrund:

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
analysiert seit 1992 jährlich die Schadstoffbelastung der Fische in den
sächsischen Fließgewässern. Dabei garantieren feste Entnahmestellen an
den Flüssen vergleichbare Ergebnisse. Für die aktuellen Untersuchungen
wurden im Herbst 2010 jeweils 20 Fische aus der Zwickauer und Freiberger
Mulde sowie 100 Fische aus der Elbe entnommen.

Quelle: Medienservice Sachsen

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