Weltkriegsmunition in Elbe entdeckt

Dresden - Die Hitzewelle hat die Schifffahrt in der Sächsichen Landeshauptstadt in dieser Woche zum Erliegen gebracht. Da die Elbe nicht mehr genug Wasser führte, mussten die Ausflugsdampfer seit Dienstag an ihren Stegen verharren.

Grund dafür waren Baurbeiten auf tschechischer Seite. Das Wasser wurde in Decin flussabwärts gestaut und erst am Donnerstag wieder abgelassen. Durch die anhaltende Trockenheit sank der Wasserstand weiter ab und erreichte am Mittwoch gegen 13 Uhr einen historisch niedrigen Stand von nur 46 Zentimetern. So wenig Wasser führte die Elbe seit über 50 Jahren nicht mehr. Da half auch das kurzzeitige Öffnen von Schleusen im tschechischen Usti nad Labem nur wenig. Auf einigen Abschnitten kam aufgrund des niedrigen Wasserstandes Munition zum Vorschein. Wie die Polizei mitteilte, wurden meist durch Spaziergänger Panzer-, Gewehr- und Handgranaten entdeckt. Am Freitag konnte der Wasserpegel auf 63 Zentimeter stabilisiert werden. Die Schiffe nahmen wieder Fahrt auf.

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