Elbpegel steigt – Fähre in Johannstadt muss vorübergehend pausieren

Infolge des steigenden Elbpegels muss der Fährbetrieb in Johannstadt ab Freitag 13 Uhr eingestellt werden. Anschließend demontieren die Fährleute den Anleger auf der neustädter Elbseite unterhalb der Drachenschänke. +++

Der wegen des ergiebigen Niederschlags schnell steigende Wasserstand der Elbe lässt keinen weiteren Betrieb der Johannstädter Fähre zu. Dabei geht es nicht um den Fährbetrieb selbst, sondern um die Erreichbarkeit der Anleger. Angesichts der Prognosen wird das Elbufer unterhalb der Drachenschänke bald unter Wasser stehen. Um Schäden durch Treibgut an der Steganlage zu vermeiden, erfolgt deren vorübergehende Demontage. Das Fährboot „Erna“, das als Ersatz für die „Johanna“ in Johannstadt den Betrieb übernimmt, wird derweil am altstädter Anleger vertäut. Noch unklar ist, wie lange die Betriebspause in Johannstadt dauern wird. Der Spitzenpegel im tschechischen Usti nad Labem ist noch nicht erreicht. Der dortige Pegelstand von über 4,00 Meter ist ein Indikator für die zehn bis zwölf Stunden später in Dresden zu erwartende Wasserhöhe der Elbe. Aktuelle Prognosen gehen von einem weiteren Anstieg aus. 

Die anderen beiden Fährstellen zwischen Laubegast und Niederpoyritz sowie Kleinzschachwitz und Pillnitz können für Personen und Fahrräder bis zu einem Pegelstand von mehr als fünf Metern in Betrieb bleiben. Die Autofähre ist bis knapp fünf Meter im Einsatz. Bei übermäßig viel Treibgut könnte es weitere Einschränkungen geben. Das entscheiden die Fährleute vor Ort. Je nach Pegelanstieg werden die Anleger der Fährstellen an der Uferböschung nach oben gezogen. Damit bleiben sie für Passagiere zugänglich. Nur die Zeit der Überfahrt verlängert sich geringfügig, weil die Elbe momentan deutlich breiter ist. Auch die Buslinie 88 wendet aktuell nicht auf dem Fährvorplatz in Kleinzschachwitz sondern schon am Straßenbahnendpunkt an der Freystraße. 

Bei weiteren hochwasserbedingten Einschränkungen des Fährbetriebes erfolgt kurzfristig eine entsprechende Information.

Quelle: Dresdner Verkehrsbetriebe AG