Elbschifffahrt erlebt lange Durststrecken

Blumen, wo sonst Wasser fließt. Diese Bilder der Elbe in der Landeshauptstadt Dresden sind im Sommer durch die Medien gegangen. Und noch immer ist der Flusspegel sehr niedrig.+++

In den vergangenen Jahren kam es öfter dazu, dass die Schifffahrt wegen Niedrigwasser aussetzen musste.

Die Naturschutzorganisation BUND warnt deshalb erneut vor den negativen Folgen einer Elbvertiefung.

Seit 20 Jahren versuche die sächsische Landes- und die Bundesregierung eine Fahrrinnentiefe von 1,60 Metern zu gewährleisten.

Interview im video mit Iris Brunar, BUND Elbeprojektleiterin

Der BUND fordert eine Verlagerung der Gütertransporte auf die Schiene und warnt vor den ökologischen Auswirkungen einer Elbvertiefung.

Interview im video mit Iris Brunar, BUND Elbeprojektleiterin

Für die sächsischen Binnenhäfen ist eine Vertiefung der Elbe notwendig, um den Fluss in Zukunft auch als Transportweg nutzen zu können. Nach ihren Angaben wird sich durch die Vertiefung der Elbe um 20 Zentimeter nichts am Landschaftsbild ändern.

Interview im Video mit Heiko Loroff, Geschäftsführer Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

Trotz niedriger Wasserstände erzielte der Hafenverbund Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH im vergangenen Jahr das zweitbeste Güterumschlagsergebnis seit 1990. Allerdings spielen die Transporte mit Bahn und Lkw dabei eine immer größere Rolle.

Interview im Video mit Heiko Loroff, Geschäftsführer Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

Ein Kompromiss zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen muss nun gefunden werden. Laut Loroff müssten schätzungsweise 14 bis 18 Problemstellen entlang der Elbe behoben werden, damit ein durchgehender Schiffsverkehr bis Hamburg möglich ist.