Elch in Chemnitz gesichtet

In Chemnitz ist am Freitagmorgen ein Elch gesichtet worden.

Laut Polizei entdeckte ihn ein Anwohner in Markersdorf auf dem ehemaligen Sportplatz. Nach eigenen Angaben will der Anrufer ein Tier mit großen Ohren und von fast Pferdegröße gesehen haben. Er vermutete, dass es sich um einen Elch handelt. Weitere Anwohner sahen das Tier dann über die Dittersdorfer zur Meinersdorfer Straße ziehen und dort in einem Wald verschwinden.

Wie der Chemnitzer Tierparkdirektor Dr. Hermann Will am Nachmittag gegenüber SACHSEN FERNSEHEN sagte, könnte es sich bei dem Tier um einen eingewanderten Elch aus Polen handeln. Es gebe bereits zwei andere Elche, die ebenfalls aus Polen in den Freistaat „übersiedelten“.

Seine Überlebenschancen in unserer Region sind gar nicht so schlecht, das zumindest resümiert Dr. Will. Nach seinen Aussagen würde der Elch hier genügend Nahrung in den angrenzenden Wäldern finden. Auch für das Klima wäre er bestens gerüstet, denn das Tier lebt normalerweise in einer viel kälteren Umgebung. Einzig die vielbefahrenen Straßen in der Umgebung von Chemnitz könnten zu einer echten Gefahr für den Elch werden.

Nun warten die Behörden erst einmal ab, ob das Tier erneut in Chemnitz oder der Umgebung gesichtet wird. Bis zum Freitagnachmittag ist das nach Polizeiaussagen nicht passiert.

Nach bisher unbestätigten Angaben steht die Fachrichtung Forstwissenschaften der TU Dresden mit Sitz in Tharandt bereits in den Startlöchern. Sie wollen den Elch mit einem Minisender versehen, um so sein Wanderverhalten festzuhalten.

Mit dem SACHSEN FERNSEHEN Newsletter sind Sie immer informiert über die aktuellen Geschehnisse aus Chemnitz und Umgebung