Elite des Fechtsports kämpft in Leipzig um Medaillen

Gerade erst haben wir mit der Fußball-WM ein Großsportereignis hinter uns gelassen, da gibt es schon das nächste. Und zwar dieses Mal nicht in der Ferne, sondern ganz nah. In Leipzig ist am Wochenende der Startschuss für die Europameisterschaften im Fechten gefallen. Bis zum Donnerstag kämpfen mehr als 400 Spitzensportler in der Arena Leipzig um die besten Plätze.

Eleganz, Kraft und Geschmeidigkeit, das ist Fechten. Und die besten dieser Sportart sind in Leipzig zu Gast. Das rekordverdächtige Teilnehmerfeld der EM von mehr als 400 Athleten ist hochkarätig besetzt. Denn das Zentrum des Fechtsports liegt in Europa. Hier trainiert und kämpft die Elite. Die Besucher der Fecht-EM 2010 erwartet also ein Sportereignis der Extraklasse. Gekämpft wird sowohl bei den Damen als auch bei den Herren in allen Disziplinen, das heißt mit Florett, Degen und Säbel.

Interview: Manfred Kaspar – Sportdirektor Deutscher Fechter-Bund

Und von denen hat sich sicherlich auch die deutsche Mannschaft den einen oder anderen erhofft. Obwohl Deutschland nicht so eine lange Tradition im Fechten hat wie beispielsweise die romanischen Länder, zeigen doch die Erfolge der vergangenen Jahre, dass die deutschen Sportler trotzdem Weltklasse sind.
 
Interview: Manfred Kaspar – Sportdirektor Deutscher Fechter-Bund

Das mussten einige deutsche Sportler am Wochenende erfahren. Lokalmatadorin Katja Wächter war souverän in die EM gestartet. Die Florettfechterin kam unter die besten 16, scheiterte aber im Achtelfinaleund wurde am Ende 14. Die alte und neue Europameisterin ist die Italienerin Valentina Vezzali. Noch schlimmer erging es Olympiasiegerin Britta Heidemann. Ebenfalls gut ins Turnier gestartet, verpasste die Degenfechterin den Einzug in die Runde der besten 16 und schied vorzeitig aus. Auch für Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink war in der 32-Runde Endstation. Dafür gewann Nicolas Limbach im Herrensäbel Silber. Chancen hat die deutsche Mannschaft zudem noch in den Mannschaftswettbewerben. Am mangelnden Zuspruch der Fans kann es nicht gelegen haben, denn die waren in Scharen in die Arena gekommen. Trotzdem und obwohl seit 1896 olympisch wird das Fechten immer noch als elitäre Randsportart belächelt.

Interview: Manfred Kaspar – Sportdirektor Deutscher Fechter-Bund

Taktik, Konzentration, Koordination, Aktion und Reaktion. Fechten fordert sowohl Körper als auch Intellekt. Zudem geht von den elegant in weiß gekleideten Sportlern eine Faszination aus, der man sich – hat man sich einmal auf den Sport eingelassen – nur schwer entziehen kann. Daher ist das Motto der EM perfekt gewählt – „Fechten fühlen“.