Eltern befürchten Kollaps an den Neustädter Schulen

Mit Beginn des neuen Schuljahres offenbart sich, dass die Kapazität an den Neustädter Grundschulen und der Platzbedarf zunehmend auseinanderklaffen. Eltern wollen dagegen vorgehen. +++

In einer Pressemitteilung machen die Elternvertreter im Ortsamtsbereich Dresden-Neustadt auf einen Mangel an Schulen aufmerksam.  

In der ursprünglich zweizügig geplanten 30. Grundschule wurde erstmalig eine vierte 1. Klasse aufgenommen. Damit ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Ähnlich verhält es sich an der 15. Grundschule. Bei gleichbleibender Entwicklung der Schulanfängerzahlen ist davon auszugehen, dass bereits im kommenden Schuljahr nicht mehr alle Eltern einen Platz an ihrer Wunschschule bzw. der nächstgelegenen Grundschule bekommen werden, da auch die 4. und 103. GS bereits ausgelastet sind.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Umzug der 30. Mittelschule bis mindestens 2012/2013 verzögern wird, wodurch es bei einer Doppelnutzung der Schulgebäude 15. und 30. Grundschule bleibt. Dazu Herr Scheele, Elternvertreter 15. Grundschule: „Die Schulen platzen aus allen Nähten. Wird nicht bereits für das kommende Schuljahr eine tragfähige Lösung gefunden, droht dem Schulstandort Dresden-Neustadt der Kollaps“. Frau Weinhold, Elternvertreterin 30. Grundschule, ergänzt: „Als vordringliche Aufgabe gilt es, schnellstens eine Lösung bezüglich des Mittelschulstandorts zu finden. Eine Fortführung der Doppelnutzung der Gebäude für GS/Hort und MS bis ins Jahr 2012 ist nicht machbar, gerade auch im Hinblick darauf, dass zu erwarten ist, dass sich die Schülerzahlen der Mittelschule (respektive Oberschule) in Folge der veränderten Zugangsbedingungen für das Gymnasium erhöhen werden.“

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen und weil sie nicht mehr gewillt sind, dies länger hinzunehmen, haben sich die Elternvertreter/innen der Neustädter Schulen (4., 15., 19., 30. und 103. Grundschule, 30. Mittelschule und das Gymnasiums Dreikönigsschule) bereits Ende vergangenen Schuljahres zusammengeschlossen, um gemeinsam koordiniert zu handeln. Zunächst fordern die Elternvertreter/innen in einem Brief an die Oberbürgermeisterin Informationen über den Planungsstand und kurzfristige Lösungen für die drängendsten Probleme, da bereits im Oktober Anmeldungen für das neue Schuljahr erfolgen. Herr Scheele: „Es geht nicht um etwaige Luxussanierungen, sondern um die Schaffung von angemessenen Rahmenbedingungen, die einen normalen und modernen Standards angemessenen Schulunterricht gewährleisten.“

Quelle: Elternvertreter der Schulen im Ortsamtsbereich Dresden-Neustadt

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