Empörung beim Bauprojekt am Freiladebahnhof – Bauherr in der Kritik!

Leipzig – Im April 2016 eröffnete das „So&So“ nach zwei Jahren Bauzeit. Nun wurde dem Kulturzentrum zum 30.09. gekündigt. Zwar hat der Vermieter, die CG Gruppe, einen Tag vor Ablauf der Frist das Mietverhältnis aufgelöst, jedoch widersprach das den öffentlichen Aussagen im Planungs- und Bürgerbeteiligungsverfahren um das Vorhaben „Leipzig 416“. Johannes Reis, einer der Betreiber des Kulturzentrums, ist darüber empört.
Neben „So&So“ und dem TV-Club sind weitere Gewerbetreibende auf dem Areal Eutritzscher Ladebahnhof gekündigt worden. Insgesamt sollen bis zu 3000 Wohnungen entstehen. Dafür wurde ein Vertrag zwischen der Stadt und der CG Gruppe geschlossen, der auch besondere Pflichten vorsieht. Das Kulturdezernat und das Amt für Wirtschaftsförderung halten sich aktuell zurück. Dabei kennt Henrik Fischer, Sprecher für Stadtentwicklung und Umwelt der SPD Leipzig, eine alternative Lösung. Ob sich die CG Gruppe auf den Vorschlag, die betroffenen Flächen der Stadt zu übergeben, einlassen wird, ist fraglich. Mit der Schließung des So&So würde jedoch nicht nur eine beliebte Veranstaltungs-Location verloren gehen, sondern auch Proberäume für Bands und eine gemeinnützige Musikschule.
Für das „So&So“  wäre es gegenwärtig schon hilfreich, wenn das Mietverhältnis zumindest um ein Jahr verlängert werden würde. Wenn nicht kann es sein, dass nach der Sommerpause die Türen des Kulturzentrums nur noch wenige Male öffnen.