Ende der Phaeton-Produktion im Frühjahr 2016 in Dresden

VW stellt die Phaeton Produktion in der Gläsernen Manufaktur in Dresden im Frühjahr ein. Das teilte der Konzern jetzt offiziell mit, die Belegschaft wurde informiert. +++

Laut VW soll die Gläserne Manufaktur fester Bestandteil des Konzerns bleiben. Der Dresdner Standort wird nach dem Ende der Phaeton-Produktion umgebaut. Ein voll elektrisches und vernetztes Nachfolgemodell sei geplant. Wann die Produktion beginnen kann, ist allerdings noch unbekannt.

Für die 500 Mitarbeiter sei die Zukunft gesichert, so VW. 100 bleiben in Dresden und betreuen Events sowie die Fahrzeugauslieferung in der Gläsernen Manufaktur. 400 Angestellte übernimmt während der Umbauphase vorübergehend der Standort Zwickau.

Stellungsnahme von Jens Rothe, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Volkswagen Sachsen, zur Betriebsversammlung in der Gläsernen Manufaktur Dresden:

„Die Gläserne Manufaktur in Dresden ist und bleibt fester Bestandteil der Volkswagen-Familie. Ebenso ist klar, dass die Gläserne Manufaktur ein zukunftsfähiges Produkt bekommen wird, mit dem die Beschäftigung auf heutigem Niveau auch in Zukunft sichergestellt wird. Die Produktion in Dresden wird für die Umbauphase ruhen. Die restlichen Einheiten unserer Manufaktur wie beispielsweise der Vertrieb werden weiterhin ihre Aufgaben in Dresden erfüllen. Unsere Kollegen aus den Produktionsbereichen werden für die Umbaumonate bei uns in Zwickau eingesetzt. Mit dieser Maßnahme bleibt die Stammbeschäftigung bei der Volkswagen Sachsen GmbH gesichert. Natürlich schmerzt es uns trotzdem, dass wir hierfür Leiharbeitsverträge auslaufen lassen müssen. Hier gilt unverändert unsere Forderung: Volkswagen muss seiner 100-prozentigen Tochter Autovision Beine machen, um Alternativen inner- und außerhalb des Konzerns für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen mit Leiharbeitsverträgen zu finden“. 

Gleichzeitig machte Rothe klar: „Wir erwarten vom Unternehmen, dass die Kolleginnen und Kollegen aus der Fertigung der Gläsernen Manufaktur in der Übergangszeit, in der sie nach Zwickau pendeln müssen, sachgerecht unterstützt werden. Hierauf werden wir als Betriebsrat achten.“
Rothe lobte gleichzeitig, dass VW-Markenvorstandsvorsitzender Herbert Diess die Mannschaft heute selbst über den Stand informiert habe.

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