Ende des Fernbus-Chaos in Dresden nicht in Sicht

Am Mittwoch wird in Dresden die 50ste Fernbuslinie mit Halt in Sachsen feierlich begrüßt. Doch Dresden ist auf den Ansturm in keiner Weise vorbereitet. +++ 

Für das Fernbus-Chaos auf der Bayrischen in Dresden wird es auch in naher Zukunft keine Lösung geben. Mit steigenden Busverkehr stößt die Fernhaltestelle seit Monaten an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Die Konsequenz: Gedränge, Verkehrschaos und Unmut unter den Reisegästen. Doch müssen sich Busunternehmen und Reisende auch weiterhin mit der aktuellen Situation arrangieren. Denn eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Interview im Video mit Jörn Marx (CDU), Dresdner Baubürgermeister

Als einzige sinnvolle Möglichkeit dem Verkehrschaos ein Ende zu setzen, sieht Baubürgermeiser Jörn Marx den Bau eines zentralen Omnibusbahnhofes nördlich des Hauptbahnhofes. Schon 2007 gab der Stadtrat dafür grünes Licht, das Grundstück wurde erworben, doch fehlen jetzt die Gelder für den Bau. Benötigt werden dafür circa 6 Millionen Euro. Besonders die Sächsische FDP kritisiert den Bau eines ZOB´s – Sie fordert eine Lösung auf der Bayrischen Straße. 

Interview im Video mit Torsten Herbst (FDP), parlamentarischer Geschäftsführer

Eine vorübergehende Lösung auf der Bayrischen Straße schließt Marx hingegen aus.

Interview im Video mit Jörn Marx (CDU), Dresdner Baubürgermeister

Mit Bau zweier Haltestellenhäuschen möchte die Stadt nun den Reisenden mehr Komfort bieten. Doch wird sich an dem Fernbus-Chaos demnächst nichts ändern. Denn weder ZOB, noch eine Übergangslösung auf der Bayrischen Straße sind in absehbarer Zeit realisierbar.