Endspurt bis zur Eröffnung des neuen Münzkabinetts in Dresden

Nach ca. 2,5 Jahren Bauzeit sind die neuen Ausstellungsräume für das Münzkabinett im Inneren des Georgenbaues im Dresdner Residenzschloss fertig gestellt. 4.000 Exponate sollen ab 7. Juni ausgestellt werden. +++

Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland führte heute durch die Räume im zweiten Obergeschoss des Georgenbaus im Dresdner Residenzschloss.

„Das Münzkabinett erhält im Inneren des Georgenbaus eine für die museale Nutzung hervorragend geeignete und auf die Exponate abgestimmte Raumfassung. Damit findet eine der berühmtesten und qualitätsvollsten Münzsammlungen ihre neuen Ausstellungsflächen am richtigen Ort. Der Georgenbau wurde von Herzog Georg dem Bärtigen errichtet, der für das Münzwesen eine wichtige Rolle spielte. Der Herzog wehrte sich gegen die damals übliche Münzverschlechterung und bestand darauf, den Wert der Münzen auch tatsächlich beizubehalten. Georg der Bärtige ist somit ein frühes Beispiel für solide sächsische Finanzpolitik. Darin zeigt sich aber auch, dass Münzen nicht nur ästhetisch interessante Kunstobjekte, sondern auch wichtige Zeitzeugnisse der Wirtschaftsgeschichte sind.“, sagte Finanzminister Unland.

Auf einer Fläche von ca. 335 m² sollen die 4.000 Exponate in umlaufenden Kabinettvitrinen ausgestellt werden. Die Räumlichkeiten bestehen aus dem Rotseidenen Zimmer, drei Kabinetten und dem Elbsaal. Die Kabinette sind als eigenständige Raumeinheiten zu sehen und können eine große Anzahl von Münzen präsentieren. Die Ausstellungsvitrinen sind flächenbündig in die raumbildenden Einbauten integriert und erhalten eine auf die Exponate abgestimmte dunkelblaue Stoffbespannung. Jedes Kabinett ist zusätzlich zu den Wandeinbau-Vitrinen mit je einer Tischvitrine in der Mitte des Raumes bestückt. Einige der Tischvitrinen sind mit Multimedia- und Interaktionskomponenten ausgestattet.

Das Rotseidene Zimmer als Entree der Ausstellungsräume wurde in Anlehnung an die Fassung um 1867/68 wiederhergestellt. Die Wandbespannung aus Seide erfolgte nach historischen Vorgaben, ebenso der Parkettboden.

Die Ausstellungsräume des Münzkabinetts wurden innerhalb einer verkürzten Bauzeit seit September 2012 fertig gestellt. Die geplanten Gesamtkosten für den musealen Ausbau des Georgenbaus des ersten und zweiten Obergeschosses (ohne Kleinen Ballsaal) inkl. Treppenhaus und Technik betragen 16,1 Millionen Euro (darin enthalten sind für den musealen Ausbau 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln). Der Bund hat weitere 12 Millionen Euro zum Ausbau des Schlosses in Aussicht gestellt.

Die „Dauerausstellung Münzkabinett“ wird am 7. Juni 2015 eröffnet und ist in vier thematische Ausstellungsbereiche: Anfänge Münzprägung in Sachsen, Anekdoten „Rund ums Geld“, Geldwesen von der Antike bis zur Gegenwart und die Entwicklung der Medaillenkunst, gegliedert.

Quelle: Finanzministerium Sachsen