Energiewende belastet Handwerksbetriebe

Die Handwerkskammer Dresden fordert eine gerechtere Verteilung der Lasten, welche die Energiewende mit sich bringt. +++

Handwerksbetriebe montieren Solarmodule, warten Windräder und installieren effiziente Heizungsanlagen – und sind somit Nutznießer der Energiewende, deren oberstes Ziel die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist. Gleichzeitig leiden Handwerksbetriebe unter steigenden Energiepreisen, zumal sie – anders als manches Großunternehmen – wie jeder Privathaushalt die EEG-Umlage zahlen müssen.

Am Freitag treffen die Bundesminister Peter Altmaier (CDU) und Philipp Rösler (FDP) mit Wirtschaftsverbänden und mittelständischen Unternehmen zusammen, um über die Umsetzung der Energiewende zu debattieren. Vor diesem Hintergrund erneuert die Handwerkskammer Dresden ihre Forderung, die Lasten gerecht zu verteilen und den Weg für eine wirksame Förderung der energetischen Gebäudesanierung frei zu machen.

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Wir brauchen eine grundlegende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und unterstützen den Vorstoß der sächsischen Landesregierung für ein Quotenmodell. Eine Strompreissicherung, wie sie jetzt offenbar aus wahltaktischen Manövern angedacht ist, darf nicht auf das Jahr 2014 begrenzt bleiben, sondern muss der Leitlinie folgen: Wer Investitionen für mehr Energieeffizienz ergreift, erhält verlässliche Rahmenbedingungen. Das gilt ganz besonders für die energetische Gebäudesanierung. Sie ist nicht nur aus Klimaschutzgründen sinnvoll, sondern auch, weil es eine große Wertschöpfungsquelle ist.“

Quelle: Handwerkskammer Dresden