Engagement für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Am Mittwoch sind bei der 2. Sächsischen Nachhaltigkeitskonferenz im Chemnitzer Opernhaus zwei bekannte Persönlichkeiten mit Preisen bedacht worden.

So wurde von der Sächsischen Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft der Nachhaltigkeitspreis 2014 an den Politiker Ernst Ulrich von Weizäcker und an den Autor Ulrich Grober verliehen.

Von Weizäcker, Politiker, Klima-Experte und Co-Präsident des einflussreichen „Club of Rome“, wurde für seine unter dem Schlagwort „Faktor 5“ bekannten Veröffentlichungen zum Thema Nachhaltigkeit geehrt.

Dabei schlägt er vor, die Umweltbelastung um den Faktor 5 zu reduzieren, auch um den Preis eines geringeren, aber dafür nachhaltigeren Wirtschaftswachstums.

Der Buchautor Ulrich Grober erhielt die Auszeichnung für sein einflussreiches Werk „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“.

Dabei schlägt er eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart und zeigt Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft vor.

Der Preis wird zu Ehren des Schöpfers des Begriffes „Nachhaltigkeit“, Hans Carl von Carlowitz, vergeben.

Der in Chemnitz-Rabenstein geborene kursächsische Oberberghauptmann hatte vor 300 Jahren den Begriff damals in Bezug zu einem nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz geprägt.

Die gleichnamige Gesellschaft setzt sich seit einigen Jahren für das Bekanntmachen der Verdienste des berühmten Sohnes der Stadt und für ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit ein.

Der Nachhaltigkeitsbegriff ist mittlerweile weltweit im Mittelpunkt des wirtschaftlichen und ökologischen Denkens, auch bei den Vereinten Nationen.

Interview: Dr. Dieter Füsslein, Vorstandsvorsitzender der Sächs. Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft

Bei der Nachhaltigkeitskonferenz unter dem Motto „Carlowitz Weiterdenken“ wurde erörtert, wie sich verantwortliches politisches und wirtschaftliches Handeln im Sinne der Schonung von Ressourcen umsetzen lässt.

Das Thema „Nachhaltigkeit“ spielt laut Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig auch in den Planungen der Stadt Chemnitz eine große Rolle.

Interview: Barbara Ludwig (SPD), Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Während der Konferenz sind außerdem zwei Kooperationsverträge der Carlowitz-Gesellschaft mit den Universitäten in Freiberg und Chemnitz geschlossen worden.

Das Thema der Nachhaltigkeit soll damit noch stärker in wissenschaftlicher Theorie und Praxis verankert werden.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar