Enormes Wachstum für Umwelttechnik-Branche bescheinigt

Minister Frank Kupfer hat heute auf der internationalen Umweltmesse „TerraTec“ in Leipzig die erste sächsische Branchenstudie Umwelttechnik vorgestellt.

Die Studie sollte Stärken und Potentiale der gesamten Branche identifizieren und Chancen auf internationalen Märkten herausarbeiten. Im Ergebnis wurde die Umwelttechnik als einer der dynamischsten Wirtschaftssektoren im Freistaat ermittelt. Allein 2007 hat das Wachstum in diesem Bereich rund 17 Prozent betragen.

„Die Entwicklung der Umwelttechnik in Sachsen ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. 1990 praktisch bei Null gestartet, hat sie sich zu einer volkswirtschaftlich tragenden Zukunftsbranche entwickelt. Darauf können wir stolz sein“, sagte Kupfer während der Vorstellung der Studie.Im Jahr 2007 hat die Umwelttechnikbranche, einschließlich umweltfreundlicher Energieerzeugung und -speicherung, mit ihren rund 18.500 Beschäftigten etwa 5,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Das entspricht sechs Prozent des gesamten sächsischen Bruttoinlandsprodukts. Der Anteil könnte der Studie zufolge im Jahr 2020 auf elf Prozent ansteigen. Insgesamt könnten dann mehr als 30.000 Menschen einen Arbeitsplatz in diesem Bereich finden.

„Die Umwelttechnik ist damit einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftszweige im Freistaat. Die sächsische Umweltbranche hat sich bereits ein weltweit gefragtes Knowhow bei der Umweltsanierung und der Errichtung einer modernen Infrastruktur erworben. Die künftigen Wachstumsmärkte werden dafür besonders in Mittel- und Osteuropa, aber auch in den USA und in Asien liegen“, prognostiziert der Minister.Der Grundstein für das hohe Wachstum wurde mit der Sanierung der Umweltschäden bereits in den 1990er Jahren gelegt. Die Umwelttechnik ist mit einem Zuwachs von fast zehn Prozent bei den Arbeitsplätzen im Jahr 2007 einer der stärksten Jobmotoren in Sachsen.

„Umweltpolitik und Wirtschaft gehen so Hand in Hand“, betont Kupfer. Trotz Finanzkrise und wirtschaftlich schwieriger Zeiten bezeichnen laut Studie rund 90 Prozent der sächsischen Umwelttechnikfirmen die aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Etwa 80 Prozent rechnen in diesem Jahr mit einer gleichbleibenden oder sogar besseren Geschäftsentwicklung. Nach der aktuellen Prognose soll das Wachstum in der GreenTech-Branche 2009 und 2010 wiederum zweistellig ausfallen.

Die „Branchenstudie Umwelttechnik Sachsen“ wurde von den unabhängigen Unternehmensberatern der Roland Berger Strategy Consultants GmbH angefertigt. Die Daten basieren auf der Auswertung einer Online-Befragung von 150 sächsischen Umwelttechnikunternehmen im Oktober und November 2008. Ergänzend wurden dazu zahlreiche externe Quellen ausgewertet und 30 Vertiefungsinterviews mit ausgewählten Unternehmen und relevanten Forschungseinrichtungen geführt.

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