Entscheidung im Dresdner Stadtrat: Königsbrücker Straße vierspurig – Was sagen Sie dazu?

Die DVB drohen jetzt mit Klage – Weitere Klagen erwartet – Baugenehmigung unklar – Baustart  wahrscheinlich erst in mehreren Jahren – Diskutieren Sie mit unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Zu einer Entscheidung kam es am Donnerstag im Stadtrat tatsächlich. Mit einer knappen Mehrheit wurde dem Änderungsantrag von CDU und FDP für einen vierspurigen Ausbau zugestimmt.

Damit entschieden die Liberalen gegen den Kompromissvorschlag des eigenen Bürgermeisters, Dirk Hilbert, der die Königsbrücker Straße mit zwei überbreiten Spuren ausbauen lassen wollte. Laut FDP-Chef Holger Zastrow sei diese Variante allerdings nur dem öffentlichen Personennahverkehr dienlich.

Ausschnitt aus dem Redebeitrags von Holger Zastrow (FDP), Fraktionsvorsitzender im Stadtrat (im Video)

SPD, Linke und Grüne hatten für die nun beschlossene Variante, ohne eigenes Gleisbett für die Straßenbahnen, kein Verständnis und gehen davon aus, dass das Vorhaben ohnehin nicht genehmigungsfähig ist.

Ausschnitt aus dem Redebeitrag von Margit Haase (B´90/die Grünene), Stadträtin (im Video)

Auch DVB-Vorstand Reiner Zieschank war mit dem Ergebnis der Stadtratssitzung unzufrieden.
 
Interview mit Reiner Zieschank, Vorstand DVB (im Video)

Außerdem könne bei der beschlossenen Variante die Sicherheit für die Straßenbahnkunden an den Haltestellen nicht gewährleistet werden – die Linien 7 und 8 müssten Notfalls eingestellt werden. Der DVB-Chef kündigte an, in Widerspruch zu gehen.

Da neben diesem Widerspruch noch mit weiteren Klagen gerechnet wird und auch die Baugenehmigung für diese Variante noch ungeklärt ist, wird der Baubeginn wohl erst in einigen Jahren möglich.

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