Entscheidung über Müllkraftwerk vertagt

Chemnitz – Die Chemnitzer Stadtratsfraktionen haben zum umstrittenen Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerks am Weißen Weg noch keine Entscheidung getroffen. Am Dienstag beschlossen die Stadträte im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss eine Vertagung des Themas.

Wichtig sei es laut den Fraktionen von SPD, LINKE und Bündnis90/Die Grünen, den Sachverhalt zunächst noch einmal umfassend zu klären. Dazu gehöre auch, mit der eigens gegründeten Bürgerinitiative sowie dem Ortschaftsrat Euba erneut ins Gespräch zu kommen.

Das geplante Bauvorhaben eines Verbrennungskraftwerks auf einem Areal zwischen Dresdner Straße und Weißem Weg stößt bei den Anwohnern auf Gegenwind. Dort soll zukünftig Strom und Fernwärme erzeugt werden.

Hintergrund der Pläne ist, dass der Abnahmevertrag mit dem bisherigen Kraftwerk in Jänschwalde in der Lausitz im Jahr 2020 ausläuft. Die Stadt Chemnitz ist also gezwungen, eine adäquate Lösung für ihre zukünftige Beseitigung des bisher am Weißen Weg gepressten Mülls zu finden.

Eine entgültige Entscheidung soll in der Stadtratssitzung am 14. Juni fallen.